10.Mai 2026: Konfi in Dänemark

Heute stand für Mattes der große Tag an. Konfirmation in der St. Nicolaskirche in Aabenraa.

Eine vierflüglige Kirche

Pünktlich halb zehn begann der Gottesdienst und zum Glück auf Deutsch. Denn es war die deutsche Minderheit, die heute durch den Gottesdienst führte. Eine recht lockere Pfarrerin begrüßte alle Gäste. Die Kirche gut beheizt, Bänke gepolstert, Video damit alle was sehen können und Liedtexte am Monitoren abzulesen. Kein lästiges Rumblättern im Gesangsbuch.😉

Der Gottesdienst selber war recht fluffig, modern und für die Konfirmanden vermutlich auch nicht ganz so langweilig. Zumal ein paar kleine Patzer dabei waren, die die Pastorin mit „live is live“ kommentierte. Einzig noch etwas verwunderlich mich, es gab kein Abendmahl. Auch nicht für die Konfirmanden.

Nach ca.1h war die Zeremonie vorbei. Dann gab’s Zeit für Fotos, Schwätzchen und staunen was die Deutschen in Dänemark so zu dieser Feier alles veranstalten. Inklusive Auto bekleben.

Nummernschild ist bemerkenswert

Gegen Mittag versammelten wir uns wieder bei Schwenkes zu Hause. Dort gab’s landestypische „Smörebröd“ zum Mittag. Echt lecker und üppig belegt. So zu kaufen in Supermärkten in der Delikatessabteilung.

Ei und Kaviar/ Leberpastete, Bacon, rote Beete/ Leberpastete mit Aspik und Zwiebeln/ Roastbeef und Remoulade

Konfi heißt auch essen bis der Arzt kommt. 😉 Zum Kaffeetrinken gesellten sich dann noch die dänisch- deutschen Nachbarn dazu. Gut so, denn es gab so viel leckeren Kuchen.

Mattes und Karsten

Ein kleiner Spaziergang kam da genau richtig.

Natürlich musste der Hund auch mal raus. Aber mit Hund ist das gar nicht so einfach, denn der bleibt ja an jeder Ecke stehen.😉

Der Spaziergang tat richtig gut. Aber konnte die vielen Kuchenkalorien nicht wettmachen. 😉 Komischer Weise hatten wir am Abend schon wieder Appetit auf was herzhaftes.

Die Herren übernahmen dann die Herrschaft über den Grill. Lecker war’s und mehr als reichlich.

Anschließend durfte ich dann noch am Jugendtisch „Stadt, Land, Vollpfosten“ spielen. Und gewonnen 🍾.

Anna-Lena, Hannes, Matti und Schmatti rechts im Bilde😉

War ein schöner kalorienreicher Tag😉😱

09. Mai 2026: Auf dem Weg gen Norden

Los ging’s am frühen Morgen um halb zehn. Erstmal auf der A14/ A36 Richtung Braunschweig, dann weiter auf der A7.

Raps überall

Ersten Ladestopp machten wir bei Seesen. Einmal kurz was essen bei Burger King und schon war das Auto wieder vollgeladen.

Die Fahrt verlief unspektakulär. Der Himmel lockerte sich auf, und der blaue Himmel zeigte sich ab Neumünster bei angenehmen Temperaturen von 18 Grad.

Gegen 16:15 Uhr erreichten wir die dänische Grenze.

Von hier sind es noch circa 30 km bis zu Tina nach Aabenraa Løjt. Dort kamen wir dann gegen halb fünf an.

Nur 8 Minuten entfernt von Tinas und Karstens Haus ging’s zur Aabenraader Förde zu unserem Ferienhaus für zwei Tage.

Nachdem wir uns mit den Gegebenheiten des Hauses arrangiert hatten (denn volle Schränke mit Sitzauflagen und anderen Klimbim sind nicht gerade förderlich für ausreichend Stauraum) machten wir uns nochmal auf zum Strand.😉

Mit Frank und Netti

Nach der kleinen Spazierrunde knurrte der Magen also schnell Abendbrot essen im Beisein von Tina und Carsten. Und dann noch gemütliches Abhängen in unserem Ferienhaus.

Mal schauen wie lang wir heute noch zusammensitzen, denn morgen steht um 9:00 Uhr Treffen zur die Konfirmation von Mattes an. Und zum Glück findet die Konfi auf Deutsch statt, nicht wie wir dachten auf dänisch.

19.07.25 Sonnabend: Steinsucher und Kreidefelsen

Heute war wieder ein sehr sonniger Tag.

Also hieß es nach dem Frühstück wieder den Rucksack packen, mit Sonnencreme eincremen und dann ging’s mit dem Auto nach Saßnitz. Am Parkplatz zum Nationalpark starteten wir unsere kleine Wanderung. Zuerst ging es abwärts Richtung Saßnitz zum alten Marktplatz.

Schon etwas runterkommen, könnte man kaufen.
Alter Marktplatz
Konzertpavillon
Helgoland Stein, größter Findling hier in der Gegend.
An der Steilküste entlang und Donnerkeile suchen.
Hühnergötter gefunden, aber liegen gelassen.
Keine Donnerkeile gefunden,

Dann immer am Wasser entlang und an Abbruchhängen vorbei, was schon etwas unheimlich war. Denn, dass diese Hänge gerne mal abstürzen ist ja bekannt. Also schnell weiter in Richtung Piratenschlucht, wo es einen Aufstieg zum Hochufer gab.

Suchbild: wo ist Frank?

Am Hochufer ging es dann weiter zu den Wissower Klinken. Immer wieder wegen der schönen Aussichten auf die Küste Halt machen.

Diesen Ausblick kennen wir noch anders. Es ist schon etliche Jahre her, aber da haben wir noch zwei Zacken bewundern können. Jetzt ragt nur noch einer raus, der andere ist abgebrochen. Egal trotzdem schön anzusehen.

Bild mit Rahmen
Ernst Moritz Arndt Blick
Toller Blick in schwindelerregender Höhe.
Noch schnell ein Selfie bevor hier was abbricht 😉
So entsteht ein Pilzbild😉

Eigentlich hatte Frank noch gehofft bis zum Kieler Strand, einen weiteren Abstieg, zu kommen, um dort nochmal unterhalb der Felsen nach Steinen zu suchen. Aber zeitlich war das nicht mehr für uns schaffbar, zu viele Kilometer Hin- und Rückweg. Sonst hätten wir unsere Restaurantreservierung um 19 Uhr nur schwer geschafft. Also schlugen wir den Rückweg ein. Durch den Wald in Richtung Parkplatz. Auf dem Weg kamen wir dann sogar noch an einen 5000 Jahre alten Großsteingrab vorbei. Eines der am besten erhaltenen auf der Insel.

Gegen 16:30 Uhr erreichten wir den Parkplatz. Der Blick auf die Kilometer zeigt, dass auch heute wieder etwas zusammengekommen ist.

In diesem Urlaub sind wir richtig viel gelaufen. Jeden zweiten Tag quasi gewandert. Insgesamt waren das Wanderungen von ca. 102 km. Dazu kommen noch die langen Spaziergänge und so sind es in diesem Urlaub knapp 150 km zu Fuß. Zumindest können wir behaupten, dass wir uns jeden Tag das Abendessen verdient haben.

Abendessen heute im Hotelrestaurant „Olivio“😋.

Franks Vorspeise
Meine Vorspeise
Franks essen: dauert immer doppelt so lange wie bei mir 😉. Hab ich Zeit zum Fotos bearbeiten.
Heute mal wieder Fleesch 😉

Den letzten Abend verbrachten wir dann natürlich wieder an der Strandbar. Heute zum Samstag auch mehr los. Gut zum Leute gucken. 😉

18.07.25 Freitag: Ein Tag am Meer

Heute begrüßte uns der Tag wieder mit Sonnenschein. Den ganzen Tag war blauer Himmel angesagt, deshalb hieß es heute: Füße ins Wasser halten. Mit dem Auto machten wir uns auf nach Thiessow, parkten das Auto ab und spazierten erst mal in Richtung Klein Zicker.

Großzicker

Um uns dann wieder Richtung Thiessow zu schlagen, und zum Lotsenturm zu gehen. Von dort hat man eine traumhaften Ausblick über Mönchgut, Klein und Groß Zicker, sowie den großen Strand zwischen Thiessow und Göhren. Auf dem wir dann auch einen ausgiebigen Standspaziergang machten

Weg zum Turm
Noch ein kleiner Zwischenstopp
In die Ferne gucken
Fernglas immer mit dabei
Klein Zicker
Fast ein Panoramabild

Vom Turm herunter ging es direkt zum Strand. Hier in Thiessow ist der Strand etwas weniger kommerziell als in Binz. Ohne zahlreiche Strandbars oder Strandkörbe. Die wenigen Strandkörbe kosten in dieser Ecke der Insel auch nur halb soviel (9€) wie in Binz (18€) pro Tag. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, ist am untersten Zipfel von Rügen genau richtig.

Richtung Strand
Beach Boy
Strand zwischen Thiessow und Göhren
Gar nicht kalt, Wasser ist auch sehr flach und gut erwärmt.

Frank nutzte den Strandspaziergang gleich für ein kleines Päuschen und den Sprung in die Ostsee.

Für mich hieß es nur die Füße ins Wasser halten, beziehungsweise in die Sonne. Wobei ich mich vor der Sonne und den UV Strahlen dieser oberkörpermäßig auch schützen sollte, laut den Ärzten. Deshalb auch immer das schöne weiße Tuch dabei.

Am späten Nachmittag traten wir dann den Rückweg an. Zurück zum Auto und dann weiter Richtung Binz. Dort angenkommen, hieß es für Frank erstmal unter die Dusche und den Ostseegeruch loswerden. Denn am Abend stand noch Abendessen in der „Strandhalle“ an. Quasi ein Muss, bei einem Aufenthalt in Binz.

Auf dem Weg zum Ortsende, zur Strandhalle.
In der Strandhalle
Vorspeise Frank
Meine Vorspeise
Meins: Blutwurst und Kartoffelbrei mit Apfelkompott
Franks mit Kartoffelselleriestampf und Möhren

Das Essen war wie immer sehr lecker und sehr reichhaltig, so dass wir gut gefüllt zurück zum Hotel gingen und anschließend zu unserer Strandbar.

Zur Feier des Tages und zum fast Urlaubsabschluss heute ein Aperol für mich.
Und wieder kommen fast 15km zusammen.

17.07.25 Donnerstag: Störtebeker Whiskybrennerei

Der heutige Tag begann sehr verregnet. Aber das war uns egal, denn wir hatten für heute schon einen Plan, nämlich nachmittags zu einer Brennereiführung in der Störtebeker Brennerei bei Alt Reddevitz.

Zuerst hielten wir aber in Middelhagen an, wo es ein altes Schulmuseum zu besichtigen gab. Dieses war nett eingerichtet, wie in alten Zeiten von der guten Stube, Küche, Schlafzimmer, Kinderzimmer bis zum Klassenzimmer, was bis zu 40 Schüler fassen konnte. Und nicht zu vergessen, ein Arbeitszimmer für den Lehrer natürlich und den Pfarrer, der Pfarrkirche nebenan.

Schulmuseum Middelhagen
Im Museum
Schüler Frank
Brottasche und Schulranzen
Nachsitzen 😉
Wer kann’s lesen? Ich nicht.
Kirche und Schule
Die lustigen drei 😉

Von Middelhagen fuhren wir 3 km weiter nach Alt Reddevitz zur Whiskybrennereiführung, die um 15:00 Uhr startete. Wir wurden mit einem Whiskyglas ausgestattet, welches während der Führung auch mehrmals gefüllt wurde. Als erstes gab’s direkt aus dem Fass einen Whisky zu testen, ein ungelagertes Destillat. Verdünnt auf 63% Alkohol. Der war eher gewöhnungsbedürftig. Anschließend gab es einen zwei Jahre gelagerten Whisky aus dem Fass abgezogen – immer noch nicht fertig, aber schon deutlich besser. Bei dieser Führung war das Besondere, dass man auch sehr viel über die Fässer lernen konnte. Die Unterschiede der Fässer von der Haptik bis zur Geruchsprobe wurde alles erklärt. Und zum Schluss gab’s zur Verkostung noch einen einfachen Dreijährigen Whisky und dann einen 4 Jahre alten Whisky unter anderem in einem Maulbeerholzfass gelagert. Und zu guter Letzt noch einen Cocktail. Naja, für mich war nur der Cocktail was. Beim Whisky hab ich nur genippt, soll ja Alkohol meiden. Frank fand den 48 Monate gelagerten Whisky sehr gut 👍

Durchs Tor zur Brennerei
Das Eintrittsglas
Im Lagerhaus mit vielen gut riechenden gefüllten Gläsern.
Klassik drei Jahre alt und einfach gelagert vs. vier Jahre alt und in besonderem Fass gelagert
War sehr lecker und der Whisky ganz dezent.

Eigentlich war der Plan im Anschluss den Alkohol abwandern. Also rein in die Wanderschuhe und einen Weg Richtung Ufer eingeschlagen. Nun ja, das Ufer war so schmal und an einer Stelle dann mit einem Baum versperrt, dass wir den Rückweg antraten.

Sehr schmales Ufer

Deshalb Planänderung und ein Spaziergang nach Alt Reddevitz machen. Erst ging’s am Feldrand vorbei, dann querfeldein durch die Buschemie, am Hochufer entlang mit schönem Blick auf die Abendsonne.

Interessante Variante vom Konsum 😉

Irgendwann erreichten wir wieder den Ort und fanden Platz im Restaurant „Reuse“. Und natürlich gab’s da Fisch. Kutterscholle für Frank und Kabeljaufilet mit Senfsauce für mich.

Auf dem Rückweg nach Binz mussten wir wegen dem rasenden Roland anhalten
Nicht viele Kilometer, aber immerhin
Gegen 22 Uhr noch am Strand

16.07.25 Mittwoch: Stralsund bei Sonnenschein

Gegen Mittag machen wir uns auf nach Stralsund, bei schönstem Sonnenschein. wir parken direkt am Hafen in der Nähe vom Ozeaneum im Parkhaus und hielten erst mal Ausschau nach der „weißen Flotte“ für eine Hafenrundfahrt. Nachdem wir den Abfahrtsort gefunden hatten und noch etwas Zeit bis zur Abfahrt war, erkundeten wir noch die Stadt, den Marktplatz, die Einkaufsstraße und die Kirchen.

St. Marienkirche
St. Jacobiturm
Altes Zollhaus
Am Johanniskloster
Hanseatische Architektur

Um 14:30 Uhr startete die einstündige Hafenrundfahrt. Vorbei an der Insel Dänholm zur Volkswerft, unter der Rügenbrücke durch, an der Gorch Forck 1 vorbei und zurück zum Ausgangspunkt.

Rügen
Dänholm mit Blick zur Brücke
Mit Fernglas sieht man besser
Mit Freibier (Störtebecker alkoholfrei) lässt sich die Wärme an Bord aushalten.
Skyline Stralsund

Nach der Schifffahrt stand ein Abstecher zur Gorch Fock auf dem Plan. Diese kam man zwar besichtigen, allerdings derzeit nur das Deck. Um einen Eindruck von den Dimensionen zu bekommen, war das perfekt.

Ein bisschen Titanicfeeling

Auf dem Weg zum Marktplatz kamen wir am Skurileum vorbei. Ein kleines Museum mit lustigen Bildern eines Künstlers, der Politiker und Alltagsszenen auf die Schippe nimmt.

In der Mitte Franks Highlight, warum nur 😉?
Kunst am Wegesrand

Anschließend spazierten wir noch einmal in Richtung Markt und Einkaufsstraße. Wir schauten noch in ein paar Geschäfte rein, kauften aber nix.

Zurück am Auto machten wir uns auf den Weg zur Insel Dänholm. Wir waren dort auf der Suche nach einem Restaurant, konnten aber außer dem längst stillgelegten Nautikmuseum, dem Yachhafen und etlichen Gebäuden der Bundespolizei nichts Einladendes finden. Deshalb ging’s zurück nach Binz.

Mit knurrenden Magen, zur besten Abendbrotzeit, fanden wir im Restaurant „Weltenbummler“ Platz für zwei. Was ohne Reservierung gegen 19 Uhr nicht so einfach ist. Glück gehabt und auch sehr gut gegessen. Frank hatte eine ganze Dorade, die er fachgerecht zerlegte. Und ich gönnte mir zwei Vorspeisen, die ich so nicht erwartet hatte. Dennoch waren diese sehr lecker.

Für mich zwei Vorspeisen als Hauptgang
Franks Abendbrot
Schon fast geschafft

Zum Abschluss des Tages fanden wir uns in der Strandbar ein. Ist einfach so chillig, bei einem Kaltgetränk hier zu sitzen und Leute am Strand zu beobachten.

15.07.25 Dienstag: Kap Arkona und Wanderung an der Küste

Ostsee bei schönstem Sonnenschein

Für den heutigen Tag hatten wir uns eine Wanderung von Kap Arkona nach Vitt über Goor bis zu den Großsteingräbern von Nobbin vorgenommen. Also ging’s erst mal mit dem Auto bis nach Putgarten auf den großen Parkplatz.

Eine Allee

Vom Parkplatz aus marschierte wir, wie alle anderen Touristen erst mal Richtung Kap, bogen aber dann scharf links ab über einen Feldweg zur Steilküste.

Feuerwehr
Was man am Feldrand so sehen kann.

Am Hochufer angekommen, hatten wir einen schönen Blick auf die Ostsee und konnten den großen Siebenschneiderstein am nördlichsten Punkt der Insel Rügen bestaunen.

Abstieg
Siebenschneiderstein

Das bedeutete aber auch einige Treppen zum Stein absteigen und auch wieder aufsteigen. Das Ganze bei schönstem Sonnenschein. Hinterher war uns entsprechend warm 😉

Leuchtturm von Kap Arkona

Als nächstes stand das Bunkermuseum an. An einem Automaten kann man sich Tickets für den Bunker ziehen und dann selbstständig besichtigen. Zu sehen gibt es einige Exponate und ein paar Schautafeln zum Thema Schiffswracks, die rund um Rügen an der Ostsee Küste liegen.

Marineführungsbunker der DDR
Groß darf man da unten nicht sein 😉
Es gab auch was zum ausprobieren für Frank 😉

Im Bunker war es schön kühl. Die Abkühlung im Bunker nach dem schweißtreibenden Ufertreppesteigen tat entsprechend gut. Als wir den Bunker wieder verließen, war es aber auch draußen merklich abgekühlt und dicke Regenwolken waren in Sicht. Allerdings blieb uns durch den ständigen Wind der Regen bis zur Abfahrt von Putgarten erspart.

Kunst am Kap
Kusshaltestelle
Dicke Wolken in Sicht.

Von Kap Arkona nahmen wir die nächste Treppe zum Abstieg. Am Ufer ging es dann weiter in Richtung Vitt. Immer die dicke Wolkendecke vor uns, die aber ein tolles Licht zauberte.

Am Ufer war der Kopf natürlich immer nach unten gerichtet auf der Suche nach Hühnergöttern, Donnerkeilen oder anderen Dingen.

Wieder auf der Suche
Und natürlich was gefunden.

In Vitt angekommen, machten wir einen kurzen Abstecher zur kleinen Kirche und dann ging’s über einen Feldweg weiter nach Goor.

Hafen von Vitt
Telefonieren am Stand, mit sich selber😉

Goor ist ein klitzekleiner Ort, der aus einer handvoll Häusern besteht. Obwohl man glaubt, am Ende der Welt zu sein, gibt es ein wirklich schön gelegenes Café, wo wir eine „kleine Rast“ machen konnten, denn so hieß das Café auch.

Mit tollem Ausblick

Nach dem Kaffeetrinken marschierten wir noch ca. 1,5 km weiter in Richtung Nobbin, zu den Großsteingräbern aus der Jungsteinzeit.

Alles in allem kamen wieder ein paar Kilometer zusammen. Um genau zu sein, 14 km Rundweg.

19:00 Uhr kamen wir wieder in Binz an unserem Hotel an und mussten feststellen, dass auf dem Weg schon ganz schön große Pfützen waren. Von so viel Regen haben wir überhaupt nichts mitgekommen. Wir sind nicht nass geworden, auch wenn es manchmal fast danach aussah. Ein leichter Regen kam erst auf der Rückfahrt auf. Und so war es für uns mal wieder ein perfekter Wandertag mit Sonne, aber nicht zu viel, Wind und Wolken.

Die Wahl des Abendessens fiel heute auf Asiatisch. Im ToGao bekamen wir ein originell angerichtetes Nudelgericht: Nudeln, Ente, Erdnusssauce 😋. Sehr lecker und auch preislich ok. Für 18,90€ eine riesige Portion.

Vorspeise Garnelen in Tempurateig und Gyosa Teigtaschen.
Witzig, mit fliegenden Stäbchen an denen die Nudeln hängen.
Und am Ende wurden es doch noch 17 km.

14.07.25 Montag: Kreidemuseum und Feuersteinfelder

Der heutige Tag begrüßt uns wieder mit Sonne und nicht allzu sehr Wind. So konnten wir das Frühstück auch wieder draußen auf der Terrasse genießen und machten uns dann am Mittag auf zum Kreidemuseum.

In dem kleinen, aber feinen Museum konnte man interaktiv oder auf Schautafeln viele wissenswerte Dinge über den Kreideabbau, Herstellung von Kreide und Nutzung der Kreide erfahren. Außerdem gab es noch ein paar alte Gerätschaften im Freilichtbereich zu bestaunen. Zum Schluss ein kleinen Spazierweg zum Kreidefelsen, wo sich uns von einer Plattform eine schöne Aussicht bot.

Die alte Schulkreide
Etliches zu bestaunen
Am Felsen nisten Falken
Auf dem Weg zum Felsen
Ausblick vom Felsen

Nach dem Besuch im Kreidemuseum ging’s Richtung Neu Mukran zu den Feuersteinfeldern. Ein kleiner Spazierweg durch den Wald, dann über eine Brücke, ein Stück weiter durch den Wald und schon kommt man zu den Steinfeldern, die wirklich beeindruckend sind und sich wie ein Fluss durch die Landschaft ziehen.

Es blüht einiges
Frank aus der Suche nach….?
Einsamer Baum
Suchbild… wo ist Frank?
Gott sei Dank, er ist fündig geworden

Das heutige Abendprogramm wurde sehr kulturell. Meine ehemalige Klavierlehrerin Anna Maria Zinke trat heute mit ihrer Band in der evangelischen Kirche in Baabe auf. Das war für uns also ein Muss, dort zum Konzert zu gehen.

Es war ein sehr schöner musikalischer Abend und anschließend blieb auch noch Zeit ein paar Worte mit Anna zu wechseln. Ein Song hat mir besonders gut gefallen „egoistische Zellen“. Annas Krebssong mit dem sie ihre Erkrankung verarbeitet hat. Passt ja gerade auch irgendwie zu mir.

21:30 Uhr war das Konzert zu Ende und unser Magen knurrte mächtig. Schließlich hatten wir seit dem Frühstück nix gegessen. Zum Glück fanden wir ein paar Schritte von der Kirche entfernt ein Italiener, der uns auch noch kurz nach halb zehn eine Pizza verkaufte. Und die war auch noch richtig lecker und günstig mit 15€.

Da wir das Auto am Bahnhof Baabe geparkt hatten, trafen wir auf dem Rückweg noch auf den rasenden Roland.

Von der Abendsonne angeleuchtet.

Zurück in Binz waren wir dann gegen 22:30 Uhr. Eigentlich wollten wir nur noch mal kurz an den Strand, um das Wellenrauschen zu genießen und einen Blick auf den Abend Himmel zu werfen. Doch wir mussten feststellen, dass die Strandbar um diese Uhrzeit noch offen hatte. So konnten wir noch, ein kaltes Getränk am Strand zu uns nehmen. 

13.07.25 Sonntag: Wandertag durch die Granitz

Das Wetter schien heute für eine Wanderung zu passen. Regen war erst für den späten Nachmittag angesagt.

Erstmal gut frühstücken, muss bis zum Abend reichen.

Zurück vom Frühstück wollte Frank die Wanderschuhe aus dem Auto holen. Da durfte er aber feststellen, dass sich eine Möwe mächtig über dem Auto entladen hatte, weshalb er erst mal in Richtung Waschanlage fahren musste. Währenddessen konnte ich mich schon mal mit meinen neuen Wandersocken befassen.

Gegenüber vom Hotel befindet sich ein Sockenladen, den wir vor ein paar Tagen aufsuchten. Eigentlich waren wir nur auf der Suche nach Sneaker Socken, wurden aber dann in Sachen Wandersocken beraten und konnten allerlei Modelle ausprobieren, anfühlen. Schließlich haben wir uns dann für unterschiedliche Modelle entschieden. Ich für die Zehensockenvariante, die wohl auch für Marathonläufer gut geeignet seien und keine Reibung an den Zehen machen soll. Zudem sind sie am Knöchel und Fußgewölbe verstärkt, für guten Halt . Dazu noch atmungsaktiv. Ich bin gespannt.

Chic oder? 😉

Nachdem Frank vom Autowaschen zurück war, sind wir gegen 12:30 Uhr in Richtung Binz Ost losgelaufen.

UFO von Binz
Wind aus Süden 😉 Heute probiere ich es mal mit Rucksack, die Schultern werden’s danken, die Achsel ggf.nicht.
Ortsende

Am Ortsende führt der Weg direkt zum Hochufer, wo man bis zur Waldhalle wandern konnten und immer wieder Ausblicke auf die Ostsee hatte.

Los geht’s
Das Wetter wie man sieht prima, mit leichtem Wind.
Viel Abbruch von der Steilküste zu sehen.
Beweis, ich wandere und das sogar gut gelaunt.
Fernglas immer mit dabei
Seebrücke Sellin in Sicht

Nach diesem Ausblick bog der Weg rechts vom Hochufer ab in Richtung Schwarzer See. Das Wetter verzog sich derweil. Wolken kamen auf und es wurde recht windig. Am schwarzen See war dann aber wieder kurz Sonnenschein. Der See scheint, ein besonderer zu sein. Ein Kesselsee von Moor umgeben.

Vom Schwarzen See ging es dann weiter Richtung Schloss Granitz. Durch einen Kiefernwald, der mit Farnen und Moos bewachsen war. Als dann noch ein Regenschauer runterkam, roch es im Wald unheimlich gut nach Holz, Fichten- nadeln, Waldmeister, frischem Regen.

Grabstein für einen anonymen finnischen Krieger, der hier verstorben nach einer Erkrankung beigesetzt wurde.
Farne

Das Schloss erreichten wir gegen 16 Uhr. Der Magen knurrte, die Füße mal wieder platt gelaufen. Also kam eine Rast genau richtig.

Erbsensuppe wie aus der Gulaschkanone

Frisch gestärkt führte der Weg dann direkt am Bahngleis des rasenden Roland entlang in Richtung Binz Zentrum. Man glaubt gar nicht, wieviel wir heute bergab und bergauf gelaufen sind.

Abend um 18 Uhr in Binz.

Die letzten Kilometer zum Hotel zogen sich wie Kaugummi. Und ehrlich, heute konnte ich dann auch fast nicht mehr. Denn wie mir Frank dann später sagte, war es eine Strecke von knapp 21 km. Und nicht, so wie er zu Beginn meinte, ca. 14 km. Ach, und die Socken haben sich bewährt. Es lief sich gut. Und die Kalorien vom gestrigen Menü haben wir uns so hoffentlich ebenfalls abgelaufen. 😉

Und wieder sitzen wir an unserer Strandbar in der Nähe vom Hotel. Trotz Hochsaison, hat man nicht das Gefühl, dass hier der Wahnsinn tobt. Alles schön gechillt, perfektes Urlaubsfeeling.

Und ja, ich habe gesündigt und mir einen richtigen Aperol Spritz bestellt. Das habe ich mir heute verdient, finde ich.😉 Und eine Tüte Pommes gab’s auch gleich noch.

12.07.25 Samstag: Regentag- Museum in Putbus und stürmischer Standspaziergang

Wind, Wellen und Regen. Deshalb machten wir uns nach dem späten Frühstück erstmal Richtung Putbus auf. Ziel das Uhren- und Musikgerätemuseum. Ein wirklich kleines Museum, was von einer alten Dame betrieben wird, die das Andenken und die Sammelleidenschaft ihres Mannes erhalten möchte.

Marktplatz von Putbus
An allen Häusern blühen Rosenbüsche

Von Armbanduhren bis Wanduhren, Unikate und musikalische Geräte etliches, was man bestaunen konnte.

Ganz schön groß für eine Reise.
Auch noch funktionierende Grammophone

Die Inhaberin des Museums führte uns an Ende ihre Grammophone und Spieluhren vor. Wirklich interessant, haben wir so noch nie gehört.

Putbus selber ist ja sehr überschaubar. Weil das Wetter dann doch ein paar Wolkenlücken bot, fuhren wir wieder Richtung Binz, mit kleinen Zwischenstopp am Rügischen Bodden mit Blick zur Insel Vilm.

In Binz kamen wir am Nachmittag wieder an. Schnappten uns bequeme Hosen zum hochkrempeln und dann ging’s ab zum Strand. Natürlich war es bis dahin wieder bedeckt und leichter Sprühregen. Da die Ostsee nicht wirklich kalt war, sondern ganz angenehm, hieß es raus aus den Schuhen und rein in die Ostsee.

Es wird nass

Ziel unseres Spazierganges war die Fischer-Bude „Kuse“ zum Fischbrötchen essen im Osten von Binz.

Und kaum hatten wir die Fischbrötchen verputzt, kam die Sonne raus und der Himmel öffnete sich

Vorher
Nachher… sieht schon besser aus mit blauem Himmel.
Schicke Frisur 😉

Das Wellenrauschen zum Sonnenschein war einfach traumhaft. Allerdings hielt die Sonne nur ca. 30 Minuten, danach verzog sich wieder. Zurück im Hotel machten wir noch kurz ein Nickerchen und dann ging’s 19 Uhr ins Restaurant „Freustil“. Ein Restaurant, das wir bei jedem Binzbesuch aufsuchen. Kein Sternerestaurant, aber mindestens einen Stern wert. Wieder einmal wurden wir gut bekocht. Insgesamt 14 Gänge, wenn man den Gruß aus der Küche und den Nachnachtisch mitzählt.

Hinterher mussten wir aus dem Restaurant kullern 😉. Aber es war wie immer lecker. Und das leckere Zwiebelsslz konnten wie am Ende für lau noch im Glas abstauben.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Strand. Der Wind hatte zugenommen und einige Strandkörbe standen schon unter Wasser. Auch so konnte man sehen, dass die Ostsee sich Richtung Promenade bewegte.

Mal sehen, wie das Wetter morgen wird und ob wir unsere Wanderung starten können.