Für den heutigen Tag war nicht nur Koffer packen angesagt, sondern auch ein kleiner Ausflug nach Gerswalde. Dieser Ort wird im Reiseführer als idyllisch angepriesen, den die Berliner Hipster als Rückzugsort aus der Großstadt suchen. Eine Filmemacherin hat dem Ort zu einer gewissen Bekanntheit verholfen. Deshalb meint der Reiseführer „Hipsterwalde“. Den Hype konnten wir nicht nachvollziehen.
Zuerst fiel uns das Schloss ins Auge, welches in DDR Zeiten als Jugendwerkhof diente. Jetzt ist dort die Verwaltung untergebracht.

Was jedoch für uns sehenswert war, war die Wasserburg. Seit dem 30 jährigen Krieg ist sie nur noch eine Teilruine. In den Gemäuern sind ein paar Räume begehbar und mit unterschiedlichem Krimskrams ausgestattet. Denn hier befindet sich die Heimatstube.



Im Museum konnten wir von alten DDR Relikten bis hin zu Handwerkszubehör bekannten und unbekannten Schrapel bestaunen.





Aus dem Dorf hat man alles zusammengetragen, was man finden konnte. Bei einigen Dingen kam die Erinnerung an Kindertage wieder.






Nach dem Durchforsten alter Relikte machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Haussee und zur Kirche des Ortes.






Kirche von Gerswalde, sieht irgendwie zusammengestückelt aus 😉.


Gerswalde war wie ausgestorben, nur wenig Leute zu sehen. Nachdem wir alles Sehenswerte gesehen hatten, ging’s mit dem Auto weiter nach Pinnow. Aber nicht das Pinnow, das quasi um die Ecke liegt, sondern das andere Pinnow 15 Minuten Fahrt entfernt. Dort gibt es eine Eisdiele, die „Eisschmiede“. Und tatsächlich schien das der „Place to be“ zu sein. Nachmittags um drei Ruhe Warteschlange davor. Wie sich rausstellte, haben heute in Brandenburg die Schulferien begonnen. Vermutlich waren deshalb so viele Familien dort, so dass wir ca. 15 Minuten warten mussten, um einen Platz zu bekommen.

Wie der Name schon sagt, wurde hier eine alte Schmiede umgebaut. Ein wirklich schnuckeliger Ort. Mit großen Eisbechern.



Voll gefuttert ging’s wieder heim. Und nachdem wir schon zweimal mit dem Auto bzw. Fahrrad in Potzlow am Galloway Fleischdealer vorbei gefahren sind, haben wir heute mal angehalten. Laden zu, aber ein Schild – man soll anrufen. Also haben wir mal anrufen und 5 Minuten später kam ein großer Traktor angefahren. Der Landwirt und Gallowayhalter kam direkt vom Feld. Von ihm erfuhren wir, dass er eigentlich Rattanmöbelbauer ist und zusätzlich seit zehn Jahren auch als Landwirt eine Herde Gallowayrinder hat. Das erklärte dann auch, warum wir durch den Rattanladen in die Hinterkammer zu den Kühltruhen geleitet wurden. Und siehe da, Grillfleisch.😋 An kleinen abgepackten Sachen, waren noch Entrecôte, Flanksteak dazu noch ein paar Würste da. Wir haben zugeschlagen und schon war das Bargeld alle 😉.
Morgen geht’s dann von der Uckermark wieder gen Süden mit Zwischenstopp bei Netti und Carsten. Und dort wird auch das heute erworbene Galloway-Rind gegrillt.
Zum Abschluss des Urlaubs, gab’s heute im Dorfrestrestaurant Abendessen.

Fazit des Urlaubs in der Uckermark:
schöner, entspannter Urlaub; Ferienbungalow modern und extrem toll errichtet- hat an nix gefehlt; die Gegend für Fahrradmuffel gut geeignet; viele Entdeckungen gemacht; das Dorfrestaurant super (weil unkompliziert, Bedienung sehr großzügig beim Einschänken und Abrechnen – mindestens 2 Getränke für lau 😉); Paddeln ausprobiert und zumindest die Erkenntnis, man muss nochmal paddeln; irgendwie war es fast ein bisschen Aktivurlaub und ganz viel Ruhe dazu.
Ich glaube, hier fahren wir bestimmt nochmal hin. Können wir empfehlen, wenn man mal Dorfleben und Ruhe will.







War schon schön hier. 👍












































































































































































































































































































