Monatsarchiv: Juli 2024

17. Juli 2024: Hipsterdorf ohne Hipster 😉

Für den heutigen Tag war nicht nur Koffer packen angesagt, sondern auch ein kleiner Ausflug nach Gerswalde. Dieser Ort wird im Reiseführer als idyllisch angepriesen, den die Berliner Hipster als Rückzugsort aus der Großstadt suchen. Eine Filmemacherin hat dem Ort zu einer gewissen Bekanntheit verholfen. Deshalb meint der Reiseführer „Hipsterwalde“. Den Hype konnten wir nicht nachvollziehen.

Zuerst fiel uns das Schloss ins Auge, welches in DDR Zeiten als Jugendwerkhof diente. Jetzt ist dort die Verwaltung untergebracht.

Was jedoch für uns sehenswert war, war die Wasserburg. Seit dem 30 jährigen Krieg ist sie nur noch eine Teilruine. In den Gemäuern sind ein paar Räume begehbar und mit unterschiedlichem Krimskrams ausgestattet. Denn hier befindet sich die Heimatstube.

Beherbergt das Heimatmuseum.

Im Museum konnten wir von alten DDR Relikten bis hin zu Handwerkszubehör bekannten und unbekannten Schrapel bestaunen.

Ich sage nur, das macht Albträume.
Gärtner Tulpe, eines von Franks Lieblingsspielzeugen.
Die Schusterkugel: Wasser rein, Kerze an und schon hatte der Schuster mehr Licht zum arbeiten.
Unbequeme Holzschuhe für die Bauern im Ort
Sicherung Asbach uralt 😉

Aus dem Dorf hat man alles zusammengetragen, was man finden konnte. Bei einigen Dingen kam die Erinnerung an Kindertage wieder.

Na gut, unsere Dorfschule war moderner.
Frank’s Taschenrechner
Und ein Biobuch (hatte ich bestimmt auch noch in der 5. Klasse).
Wir haben mal einige Seiten gelesen und da muss man feststellen, dass es die reinste Propaganda war und nix mit der Welt eines 4. Klässler zu tun hatte.
Man beachte den Abstand von Augen und Buch. So ist das, wenn man älter wird. 😉
Jetzt weiß jeder Bescheid.

Nach dem Durchforsten alter Relikte machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Haussee und zur Kirche des Ortes.

Selfie des Tages
Gefühlt liegt in jedem Ort hier einer von der Familie von Armim, auch an der Wasserburg,
Fast geschafft 😉

Kirche von Gerswalde, sieht irgendwie zusammengestückelt aus 😉.

Hier waren wir zweimal baden.
Tür heute zu.

Gerswalde war wie ausgestorben, nur wenig Leute zu sehen. Nachdem wir alles Sehenswerte gesehen hatten, ging’s mit dem Auto weiter nach Pinnow. Aber nicht das Pinnow, das quasi um die Ecke liegt, sondern das andere Pinnow 15 Minuten Fahrt entfernt. Dort gibt es eine Eisdiele, die „Eisschmiede“. Und tatsächlich schien das der „Place to be“ zu sein. Nachmittags um drei Ruhe Warteschlange davor. Wie sich rausstellte, haben heute in Brandenburg die Schulferien begonnen. Vermutlich waren deshalb so viele Familien dort, so dass wir ca. 15 Minuten warten mussten, um einen Platz zu bekommen.

Wie der Name schon sagt, wurde hier eine alte Schmiede umgebaut. Ein wirklich schnuckeliger Ort. Mit großen Eisbechern.

Los geht’s.

Voll gefuttert ging’s wieder heim. Und nachdem wir schon zweimal mit dem Auto bzw. Fahrrad in Potzlow am Galloway Fleischdealer vorbei gefahren sind, haben wir heute mal angehalten. Laden zu, aber ein Schild – man soll anrufen. Also haben wir mal anrufen und 5 Minuten später kam ein großer Traktor angefahren. Der Landwirt und Gallowayhalter kam direkt vom Feld. Von ihm erfuhren wir, dass er eigentlich Rattanmöbelbauer ist und zusätzlich seit zehn Jahren auch als Landwirt eine Herde Gallowayrinder hat. Das erklärte dann auch, warum wir durch den Rattanladen in die Hinterkammer zu den Kühltruhen geleitet wurden. Und siehe da, Grillfleisch.😋 An kleinen abgepackten Sachen, waren noch Entrecôte, Flanksteak dazu noch ein paar Würste da. Wir haben zugeschlagen und schon war das Bargeld alle 😉.

Morgen geht’s dann von der Uckermark wieder gen Süden mit Zwischenstopp bei Netti und Carsten. Und dort wird auch das heute erworbene Galloway-Rind gegrillt.

Zum Abschluss des Urlaubs, gab’s heute im Dorfrestrestaurant Abendessen.

Abendessen im Dorfhotel 😋

Fazit des Urlaubs in der Uckermark:

schöner, entspannter Urlaub; Ferienbungalow modern und extrem toll errichtet- hat an nix gefehlt; die Gegend für Fahrradmuffel gut geeignet; viele Entdeckungen gemacht; das Dorfrestaurant super (weil unkompliziert, Bedienung sehr großzügig beim Einschänken und Abrechnen – mindestens 2 Getränke für lau 😉); Paddeln ausprobiert und zumindest die Erkenntnis, man muss nochmal paddeln; irgendwie war es fast ein bisschen Aktivurlaub und ganz viel Ruhe dazu.

Ich glaube, hier fahren wir bestimmt nochmal hin. Können wir empfehlen, wenn man mal Dorfleben und Ruhe will.

Die Möwen suchen einen Rastplatz.
Zwei Minuten später wieder Abflug.

War schon schön hier. 👍

16. Juli 2024: Likör und Eisenbahn

Vorgestern wie auch gestern Nacht war wieder Sternegucken angesagt. Während wir vorgestern viele Sternschnuppen sehen konnten, gab es diese gestern zwar nicht, aber den Saturn konnte man gut im Teleskop betrachten.

Untermalt wurde das Ganze vom Sound des Fuchses, der sich die Seele auf dem Leib bellte und dazu die Eule, die ihren nächtlichen Rabatz macht.

Tagesprogramm heute: Brüssow Skulpturenpark und eventuell Brennerei, wenn die offen hat. Diesmal aber nicht mit dem Rad, sondern mit dem Auto. Der Muskelkater war ausreichend stark, um heute in das Auto umzusteigen 😉.

Nach 30 Minuten Fahrt erreichten wir Brüssow, ein Ministädtchen. Am Ortseingang fiel uns gleich der pyramidenartigen Hügel auf. Anstelle einer Spitze mit einer Aussichtsstelle. Hier hat sich ein Mann der Stadt gedacht, man bräuchte was Touristisches. Und so wurde ein 23 Meter hoher Erdhügel in Pyramidenform aufgeschüttet, den man begehen kann und eine schöne Aussicht über die Landschaft hat. Sogar bis nach Polen konnte man schauen, auch wenn’s heute anfangs etwas diesig war.

Utkiek, sieht nicht mehr so aus, sondern ist mächtig bewachsen.
Der Hügel ist die reinste Blühwiese.

Eigentlich wollte ich in Brüssow in den Skulpturenpark. Aber nachdem wir von außen die Skulpturen betrachten konnten, brauchten wir den Rest auch nicht mehr zu sehen.

Von der Zaunseite betrachtet.

Die Kirche konnten wir uns nur von außen anschauen. Tür zu 😏.

Naja, es gab ja noch ein Ziel, das auf der to do Liste stand: Die Likörbrennerei Alrich. Wir hatten erst auf dem Weg dorthin gelesen, dass nur am Mittwoch geöffnet ist. Als wir vor der Tür standen und am Schild lasen, dass man klingeln oder in der Apotheke am Markt beim Chef (also der Apotheker) nachfragen soll. Wir probierten ersteres und siehe da, die Tür öffnete sich. Ein kleiner, auf alt gemachter Verkaufstresen bot sich unseren Augen, ein großes Apothekerregal und der Blick in die Brennerei. Ein weiterer Interessent befand sich schon im Raum, der den Hinweis (Fahrrad vorm Haus = Chef ist da) kannte und war schnell mit seinem Einkauf durch. Wir waren dann alleine mit dem Chef und bekamen eine Einführung in Sachen Kräuterliköre nach alten überlieferten Rezepten. Also alles nur feine heilende Kräuter ggf. mit Zucker und etwas Alkohol 😉.

Mit schöner alter Kasse.

Und wie soll es auch anders sein, wir haben natürlich was gekauft. Tatsächlich nur aus gesundheitlichen Gründen. Der Kräuterbitter, ganz ohne Zucker, ist ja richtig gesund 😉.

Wenn auch nicht viel, aber immerhin etwas Stadtmauer hatte der Ort zu bieten. Und für uns ganz innovativ und noch nie gesehen, eine Mitfahrbank.

Ziel ausklappen wohin man fahren will und dann hoffen, dass jemand anhält und einen mitnimmt. Quasi Trampen 2.0 😉.

Nach dieser Entdeckung ging es weiter mit dem Auto nach Gramzow. Ein etwas größerer Ort als der vorherige, der heute richtig was für Frank zu bieten hatte.

Da wir erst 16 Uhr dort ankamen, hatten wir noch eine Stunde Zeit zur Besichtigung des Geländes und der Wagons, Loks etc. Aber das reichte am Ende auch.

Besonders toll für mich, eine kurze Fahrt mit der Draisine.

Video dazu ist im Status zu sehen.

Und das Beste, jetzt haltet euch fest,😄 mit der Draisine konnten wir zum Klohäuschen am anderen Ende des Geländes fahren 😂. Hatten zuzusagen ein festes Ziel vor Augen. Bei der Hitze war es gut, dass es eine kurze Strecke war und nicht eine tagesfüllende Veranstaltung.

Kleine Ausstellung
Links ist für die Gleise gedacht.
Frank in seiner Welt.
Lokführer
Die Weichen muss ja einer stellen 😉.

17 Uhr schließt das Museum. Also waren wir auch pünktlich wieder raus.

Alter Speicher.

Noch schnell in Richtung Ortskern zu einer Klosteruine.

Viel, war ja nicht zu sehen. Abgebrannt im 18. Jahrhundert Aber immerhin für ein Foto hat’s gereicht😉.

So langsam zogen am Himmel dunkle Wolken auf. Einen kleinen Zwischenstopp mussten wir jedoch noch am Supermarkt machen, Grillfleisch holen. Gesagt, getan, ins Auto gestiegen und dann ging das Gewitter los. Am Bungalow angekommen schüttete es immer noch. Von der Schwüle und Hitze war nichts mehr zu merken. Es wurde geradezu kühl.

Regnet, sieht man aber nicht.

Nach etwa 45 Minuten hörte der Regen auf und Frank konnte loslegen. Heute war er mit Abendessen machen dran.

Lecker war’s, Lamm- und ein Rinderfilet, ein Wrap und Gemüsespieß lagen vorzüglich gegrillt auf dem Teller.

15. Juli 2024: Schon wieder Radeln angesagt

Nach dem gestrigen Paddeln schmerzten mir heute dementsprechend meine Schultern und Handgelenke. Was liegt da nahe? Weiter machen, wenn’s weh tut 😉. Das Wetter war heute ja mal wieder Bombe: sonnig, heiß und hin und wieder ein kleines Lüftchen. Also hieß es, ab aufs Rad. Schliesslich hatten wir letzte Woche ja nur den Unteruckersee umrundet. Heute stand der Oberuckersee an. Was mir nicht so bewusst war, obwohl der See viel kleiner ist, ist der Weg drum herum von unserem Ferienhaus viel länger. Die erste Wegstrecke war uns von letzter Woche schon bekannt. Aber diesmal hatten einige der Kirchen offen, um einen Blick hineinzuwerfen.

Gleich hinter Röpersdorf
Erste Lageplanung
Da lang oder dort lang?
Tür stand offen

Der erste Kirchenstopp war in Potzlow, dort wo der hölzerne Roland steht.

Innenansicht
Und noch der Rest vom alten Roland.

Weiter ging es entlang an Wiesen und Feldern in Richtung Fergitz.

Kornblumen im Korn
Ausguck über die Seenlandschaft
Selfie des Tages
Und dort auch gleich wieder eine Pause gemacht.

Diese Runde hatte es heute in sich. Es ging ständig bergauf und bergab. Da kamen wir nicht nur gut ins schwitzen (was bei den Temperaturen auch kein Wunder war), sondern mir taten auch gut die Hände weh, vom Lenker über Stock und Stein und Holperpflaster lenken.

Schon wieder eine Pause.😉

Ich darf‘s gar nicht sagen, aber hin und wieder musste ich das Rad hochschieben. Da half auch ein niedriger Gang nicht mehr.🤔 Irgendwie schafften wir es dann doch nach Fergitz. Auch hier, gab es eine offene Kirche zu bestaunen.

Sehr schlicht
Frank auf dem Ausguck von Fergitz.

Von Fergitz strampelten wir dann weiter nach Warnitz direkt am Oberuckersee gelegen. Einer, der größeren Orte hier. Hält sogar der Zug dort 😉. Weil es aber schon spät Nachmittag war, wir noch ein paar Kilometer vor uns hatten und ich schon am rumnörgeln war, weil mir alles weh tat und es ständig bergauf ging, ließen wir Warnitz links liegen und traten kräftig in die Pedale.

Irgendwo bei Seehausen wollten wir dann abkürzen, weil das Stück Landstraße doch etwas lang erschien. Abgekürzt haben wir dann auch gut, nur war es eben kein Rad, sondern ein Wanderweg. Da hieß es dann Fahrrad schieben, weil alles zugewachsen war.

Jetzt geht’s mit schieben los 😉

Am Ende waren wir von Brennnesseln und Brombeersträuchern ganz schön lädiert. Aber, haben Strecke gespart.

Konsum

Gegen 16:30 erreichten wir wieder Potzlow, kauften gleich noch ein bisschen fürs Abendbrot und Frühstück ein und nährten uns langsam wieder Röpersdorf.

In Zollchow kurz vor Röpersdorf.
Die Kuh macht auch Pause.

Gegen 17:15 Uhr erreichten wir den Bungalow. Und um uns abzukühlen war der Sprung in den See ein Muss. Wir waren auch fast die einzigen. Schnell rein, ein paar Züge schwimmen und wieder raus.

Abgekühlt und völlig erledigt von der Radtour schlurften wir zurück zum Bungalow. Dort war ich heute fürs Abendessen zuständig: auf dem Programm leichte französische Küche😉😋

Natürlich darf auch rote Sauce nicht fehlen und ein Gläschen Grauburgunder

Wenn ich Franks Aufzeichnungen zur Tour richtig gelesen habe, sind wir heute ca. 42 km geradelt. Davon in Summe 200 m rauf und wieder runter.😱🥵

Fahrrad fahren, ist für mich jetzt erstmal die nächsten Wochen oder Monate abgehakt. 😉

14. Juli 2024: Kajak und gutes Essen

Heute, zum Sonntag, war nach dem Wandertag gestern etwas weniger körperliche Betätigung angesagt. Dachte ich zumindest 😉. Gegen Mittag machten wir uns mit den Rädern auf in Richtung Prenzlau zum Kajakverleih „Solaris“. Dort sind wir Dienstag schon vorbei geradelt und hatten uns erkundigt, wann es günstig für uns als Anfänger wäre. Heute war es dann soweit. Der Uckersee sah recht ruhig aus und der Mann im Verleih sah keine Notwendigkeit einer Schwimmweste oder so. Na gut… dann mal rein in das Boot.

Vorbereitung ist alles.

Einsteigen war dann leichter als gedacht. War ja meine größte Sorge, dass ich schon vorher im Wasser sitze statt im Boot.😉

Nachdem wir unseren Rhythmus gefunden hatten, lief es richtig gut. Wir versuchten in Ufernähe zu bleiben, der Wind trieb uns dann doch öfter mal mehr in Richtung Seemitte. Vom Kajak aus war der Blick Richtung Prenzlau natürlich toll.

Sehr dynamisch, sportlich 😉

Unser Ziel war Röpersdorf, quasi unsere Hausbadestelle. Mit dem Fahrrad ist es ja nur ein Katzensprung. Mit den Kajak und dem leichten Wind, dauerte es dann doch länger als gedacht. Eine ganze Stunde haben wir gebraucht.

Ein ganz anderer Blick vom Wasser aus.

Und die Wolken, sind natürlich auch viel besser zu gucken.

Nach zwei Stunden paddelten wir dann die Anlegestelle wieder an. Und jetzt die zweite Hürde, Aussteigen aus dem Boot. Ich zuerst mit einem beherzten Ruck mit dem Arsch auf den Steg und dann Frank. Gerade so haben wir es geschafft ohne dabei im Wasser zu landen.

Eine nette SUP Paddlerin kam vor uns an, gab uns noch ein paar Aussteigtipps und machte die Fotos von uns.

Die Kopfbedeckung von mir sieht so richtig schön beschnickert aus 🤪. Aber was tut man nicht alles, um sich vor der Sonne zu schützen.

Mein Fazit: Paddeln ist ganz nett. War auch nicht so schlimm, wie ich dachte. Allerdings nach einer Stunde taten mir schon die Schultern weh, ständig rammelte ich beim Paddel eintauchen mit den Daumen zwischen Boot und Paddel. Gibt bestimmt blaue Flecken. Und so lange gerade sitzen geht auch irgendwann auf den Rücken. Man, bin ich alt 😜.

Ist aber vermutlich alles eine Übungssache. Ich habe also das Thema noch nicht abgehakt.

Nach dem Paddeln schwangen wir uns wieder auf die Räder, auf zur nächsten Eisdiele.

Die Eisdiele Kolbe ist anscheinend die beste in town. Zumindest brechend voll. Und verständlich. Eiskugeln sind riesig und die backen selber die Eiswaffeln.😋

Anschließend ging es wieder zurück zum Bungalow. Noch genug Zeit für ein Mittagsschläfchen bis es dann 18 Uhr mit dem Auto nach Fürstenhagen ging. Vor zwei Jahren hatten Frank und ich uns gegenseitig unwissentlich Michelin Führer geschenkt. Also lag es nahe auch mal darin bei der Urlaubsplanung rumzublättern. Und siehe da, 30 Minuten Autofahrt von Prenzlau gibt es ein Sterne Restaurant. Also hab ich da gleich mal nen Tisch reserviert. Kurioserweise war es dann für uns ein „private dining“, denn es gab nur drei Tische mit Hotelgästen belegt, die nach ihrem 3 Gänge Menü schnell in Richtung Hotelzimmer zum Fußball gucken gingen. Also waren wir ab 21 Uhr alleine. Das Essen war einem Sternerestaurant würdig. Einige überraschende Komponenten wurden kombiniert: ich sage nur Griebeneis mit karamellisierten Speck (genial).

Kirche in Fürstenhagen direkt neben dem Restaurant.
Innen
Schüler
Das Restaurant klein aber fein.
Das Küchenteam kann man beobachten.
Erstmal den Text lesen…es wird regional und saisonal gekocht. Ein Überraschungs 7-Gang Menü.
Für den kleinen Hunger vorneweg oder zum Sauce dippen.
Der Puffreis war das I-Tüpfelchen.
Für den Fahrer eine Saftschorle. Wie in der Schule im Chemieunterricht 😉.
Eins meiner Favoriten
So schmeckt auch Kohlrabi
Eis mit Meerrettich und Kaviar funktioniert gut 😋.
Jetzt weiß ich, was Herbsttrompete ist. Man muss also kein Musiker sein 😉.
Griebenschmalzeis mit karamellisieren Speck ist echt lecker. Hätte ich nicht gedacht.

Und auch, wenn wir schon lange satt waren, die Neugier auf den Rausschmeißer war da. Und tatsächlich konnte man den rauchigen Geschmack der gegrillten Marillen gut rausschmecken.

Kulinarisch endete heute unser Tag.

13. Juli 2024: Der kleine Boitzenburger

Der Tag startet spät, denn heute war ausschlafen angesagt. Ich hab doch tatsächlich bis um neun Uhr geschafft zu schlafen. Ich im Bett, Frank auf dem auf’m Sofa.😉 Woran das wohl lag?

Früh regnete es und so konnten wir eh erst gegen Mittag in Richtung Boitzenburg starten. Wir hatten uns heute für Wandern entschieden. Also sind wir mit dem Auto ins ca. 20 km entfernte Örtchen gefahren. Sind in die Wanderschuhe geschlüpft und los ging es den kleinen Boitzenburger Rundweg.

Parkplatz vor dem Marshall
Und dann ums Schloss
Angler am Werke
Weiter durch den kleinen Ort
Kann man kaufen, Dach ist schon gedeckt.

Unsere Weg führte uns durch einen Buchenwald.

Entlang an einem Feld.

Weiter zum Zusammenschluss von Buche und Eiche

Weiter über die Brücke zum Schumellensee. Dort erwartet uns eine ruhige menschenleere Badestelle samt Steg und Sprungturm.

Links von der Badestelle führte der Weg weiter durch ein kleines sumpfiges Gebiet. Deshalb hieß es Autan raus, und kräftig einsprühen. Es summte überall und trotzdem ein bis zwei Stiche blieben nicht aus.

Wir blieben ständig stehen, weil uns der Blick in die Landschaft beeindruckte. Fast wie im Urwald kamen wir uns vor.

Von Martin Gropius erbaut.

Um das Schloss herum gab es früher einen weitläufigen Park mit zwei Tempeln (Schlangentempel und Apollotempel), die wir dann auch passierten. Wobei letzterer wegen einer Hochzeit nicht zu fotografieren war. Dafür waren wir dann an der Begräbsstätte der Grafen Familie Arnim von Boitzenburg fast alleine,

Die Bewacher
Gärtnerhaus

Der Rundweg führte auf der Hälfte der Strecke wieder durch den Ort und weiter zur Klostermühle Boitzenburg,

Alte Tankstelle
Blick zur Mühle

An der Mühle erhofften wir uns ein Kaltgetränk. Schliesslich sollte es dort eine Einkehr geben. Aber Pustekuchen. Gaststätte schon lange nicht mehr in Betrieb. Dafür war aber die Mühle noch offen und wir konnten einen Blick hineinwerfen. Natürlich gegen einen kleinen Obulus.

Im Hintergrund die Klosterruine.

In der Mühle gab’s viele Dinge zu bestaunen.

Rechts an der Mühle vorbei sollten wir dem Wanderweg weiter folgen. Gesagt, getan!

Am Wegesrand
Am ganzen Weg am Ufer waren die Bäume angenagt. Der Biber war sehr aktiv oder hatte eine große Familie 😉.
Auf dem Weg zur Klosteruine.

Der Weg ist bekanntlich das Ziel, und eines lag kurz vor dem Ende des Rundweges.

In Richtung Hauptstraße kamen wir dann noch zur Dorfkirche, die doch ganz schön imposant war. Drin gab es die Generalprobe zum morgigen Blaskonzert.

Ein kurzer Blick hinein.

Etwas aus der Puste und mit qualmenden Füßen suchten wir im Marstall nach etwas zu essen. Gegen 17:30 Uhr war dort nichts mehr offen. Ein Stück die Straße weiter fanden wir aber einen kleinen Geheimtipp:

Dieses Hotel und Restaurant wurde auch von der Zeitschrift Landlust gelobt.

Und vom Essen können wir nur den höchsten Tönen reden.

Nachtisch von Frank

Wir hatten heute noch ein straffes Programm. Heute war Dorfbumms in Röpersdorf oder wie man hier sagt, Dorffest mit Tanz und viel Alkohol.

Es gab nicht nur eine Liveband, sondern auch einen DJ und viele tanzwillige Menschen, wenn man auf Helene Fischer steht 😉. War trotzdem schön mal zu sehen, wie das Dorf was auf die Beine stellt. Und eine Erkenntnis des Abends: anscheinende trinkt man zu jeden alkoholischen Getränk immer einen Schnaps 😗. Witziger Weise war die eine Bedienung aus dem Dorfrestaurant am Getränkestand und hat Frank immer mehr Rückgeld gegeben als nötig war. Aber irgendwie hat Frank hier echt Glück. Heute beim Essen wurde ein Getränk ebenfalls nicht berechnet und gestern beim BBQ fehlten auch zwei Getränke. Haben das aber auch erst in der Fewo festgestellt. Ehrlich 😏

Alles in allem waren es heute 17,6 km zu Fuß durch den Wald, vorbei an Seen, Mühle, Ruine etc. Eine schöne Runde mit einigen Steigungen.

12. Juli 2024: Frauen KZ Ravensbrück vs. Weihnachtsmann

Der Tag startete bei uns heute wieder etwas früh. Zuerst gab’s natürlich Frühstück. Und die Erkenntnis, dass jeden Tag gut zu frühstücken nicht so gut für die Oberteile ist, die ich mitgenommen habe 😉. Irgendwie sind manche Shirts kleiner geworden. 🤔 Meine Vermutung, muss an der Hitze liegen. 😀

Da der DWD für heute wieder Regen und Gewitter angesagt hatte und es eh etwas trüb und schwül war, stand die Besichtigung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück an. Nach ca. 50 min Fahrt kamen wir dann gegen 11 Uhr an und waren anscheinend unter den ersten Besuchern. Ein riesen Gelände fast menschenleer.

Hier befindet sich das größte deutsche Frauen- Konzentrationslager (1939-1945). Die weiblichen Insassen wurden zu Tausenden im KZ eingefercht, inhaftiert, mussten Zwangsarbeit leisten oder wurden ermordet.

Die ehemalige Kommandatur beherbergt heute eine Ausstellung über die Verbrechen sowie das Leben in und nach den KZ.

Die Ausstellung schauten wir uns recht lange an. Ungefähr drei Stunden lauschten wir dem Audioguide in der Ausstellung.

In jedem Raum über zwei Etagen Ausstellung.
Mit vielen Audioinfos von Augenzeugen.
Führerhaus, sehr idyllisch mit Blick auf den See gelegen.
Garagen für die Dienstfahrzeuge

Wie man sieht, sieht man nicht viel. Hier standen von 1935-1945 etliche Baracken. Das Lager wurde kontinuierlich erweitert. Auch ein Männertrakt wurde hinzugefügt. Schliesslich brauchte man viele Zwangsarbeiter. Ab 1942 gab es von Siemens & Halske mehrere Produktionswerkstätten auf dem Gelände, die Zwangsarbeiter und Arbeiterinnen einsetzten. Von den damals typischen Frauenarbeiten wie Schneiderei, Weberei sowie Flechten gab es noch die großen Hallen zu sehen.

Dort waren leere Räume und Kunst zu sehen.

Aufmüpfige oder vermeintlich unwillige Frauen im Lager wurden zur Züchtigung ins Gefängnis gesteckt.

In den oberen Zellen befindet sich heute eine Ausstellung mit Zeitzeugenberichten, Fotos und künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Thema. In der unteren Etage sind 3 Zellen zu sehen, sehr karg und eng,

Neben dem Gefängnis befand sich das Krematorium und später noch eine Gaskammer. Letzteres Gebäude existiert nicht mehr.

Ein großes Massengrab befindet sich rechts an der Mauer entlang,

Auf dem Platz direkt am See steht das Denkmal der Befreiung .

Zum Schluss noch ein Blick die Wohnungen der Aufseherinnen.

Bemerkenswert war die Natur, die sich auf den nicht mehr vorhandenen Baracken bzw. dem Boden bereitgemacht hat und wieviel Leben da herrscht.

Unzählige Schmetterlinge, Bienen, Fliegen, Käfer…

Nach über vier Stunden im Lager brauchten wir noch etwas Leichtes, Seichtes. Quasi einen Katzensprung entfernt ist der Ort Himmelpfort, der Ort an dem man dem Weihnachtsmann Post schicken kann, damit er einem zurück schreibt. Die deutsche Post übernimmt dann das Porto. Tolle Werbeaktion für die Post 😉. Aber witzig ist das trotzdem und der Weihnachtsmann natürlich Thema im Ort.

Hier kann man die Post einstecken.
Klosterruine des Ortes
Klosterkirche

Und direkt neben dem Kloster stand ein Stempelkasten, den Frank natürlich nicht ohne Stempel passieren konnte 😉.

Der Beweis
Selfie mit den Weihnachtsmann

Auf dem Rückweg nach Röpersdorf kauften wir noch schnell ein paar Sachen im Supermarkt und dann waren wir pünktlich 17:45 Uhr zurück. Schliesslich war Abendessen im Dorfrestaurant „Schilfland“ angesagt, da Freitags ein Grillbuffet auf der Karte stand. Die Kneipe war recht leer, dafür das Essen reichlich und gut. Es gab Bratwurst, Steak, Hähnchen und Fisch auch Salate, Käsespäzle, Ofengemüse, Grillfeta und Desserts. So viel, alles konnte man hat nicht kosten.

Am Nachbartisch trafen wir dann auf zwei nette Dresdner, mit denen wir uns den ganzen Abend noch unterhielten und dann müde zurück zum Bungalow schlenderten.

Wieder Spielerei am Abend mit dem Licht.

Heute war es 22 Uhr tatsächlich etwas frisch draußen. Endlich Gelegenheit mal Fernsehen zu schauen und mit der Beleuchtung rumzuspielen 😉.

11. Juli 2024: Templin und Lychen

Heute hatten wir zum Frühstück festgestellt, dass unser Brot dann doch bei der Hitze schon Haare bekommen hat und das, obwohl es gut verpackt war. Also war es Franks Aufgabe, schnell mit dem Auto Richtung Prenzlau zu fahren und Brötchen zu holen. In der Zeit hatte ich den Tisch gedeckt und der erste Regen war dann auch schon durchgeprasselt.⛈️ Resultat feuchtwarmes Wetter. Aber wenigstens nicht so heiß wie gestern.

Auf dem Weg nach Templin

Heute war das Motto auf den Spuren von Franks Kindheit. In Templin wohnten Freunde von Franks Familie, die sie hin und wieder besuchten. Daher war der erste Stopp für uns in der Straße, wo der Wohnblock steht. Franks Erinnerungen kamen wieder. Also wurde auch noch schnell bis zur Gartenkneipe und um einen kleinen Teich in der Nähe spaziert.

Teich

Und dann schnell wieder zurück zum Auto, denn die Wolken wurden dunkler. Bevor der Regen runterplatterte saßen wir wieder im Auto, „Gott is mitn Doofen 😉“. Die Regenhusche konnten wir so im Auto aussitzen und entspannt anschließend Templin erkunden.

Natürlich ging es einmal an der Stadtmauer entlang. Die übrigens eine sehr gut erhaltene Stadtmauer ist (1,7km) und um den alten Stadtkern geht.

Vielen Tore an denen wir vorbeigelaufen sind.
Und immer mit Handy in der Hand.
Viele Fachwerkhäuser in Templin.
Und angemalte Hauswände.

Tatsächlich war ich überrascht, wie gut die Stadtmauer erhalten ist und das man sie so schön ablaufen konnte. So haben wir die Stadt quasi komplett umrundet.

Schön in rosa😉
Tankstopp

Im Anschluss ging es noch zum Hafen an den Templiner See für ein kleines Päuschen.

Sehr idyllisch
Blick von der Brücke aus
Wasser Marsch… war wohl nix 😉. Der Brunnen ist tot.

Übrigens, wer mal ein ganz stilles Örtchen sucht, dem sei das Klo in der Maria Magdalenen Kirche in Templin empfohlen. Still, sauber und kostenlos 😉. Persönlicher Klocheck von mir 😀.

Nach ungefähr 3 Stunden hatten wir Templin besichtigt und machten uns auf in Richtung Alt Placht. Dort steht quasi am Waldesrand eine kleine Kirche. Diese war geradeso dem Verfall entkommen. Der Vater von Angela Merkel war als Pfarrer sehr für den Erhalt des Kirchleins engagiert. Und so konnte sie wieder aufgebaut und restauriert werden, die Kirche erstrahlt nun wieder im alten Glanz.

Etwas kleiner als in Templin, aber auch rosa.
Sehr schlicht.
Feuerwanzeninvasion😉

Nach dem kurzen Stop ging es weiter nach Lychen. Einem kleinen Ort, der an mehreren Seen gelegen ist. Hier war eher tote Hose angesagt. Dennoch für einen kleinen Zwischenstopp ganz passabel.

Keine echten Beine im Wasser, sind nur aus Holz.
Aber die Seerosen sind echt.
Als Flößerstadt muss es natürlich auch Flöße geben.
Interessante Idee für Hochbeete… Badewanne nutzen 😉
Kaffeetrinkzeit mit regionalem Eis
Stadtwappen von Lychen

Übrigens für alle, die es schon immer wissen wollten wer die Reißzwecke, auch „Pinne“ genannt, erfunden hat… es war Otto Lindstedt aus Lychen. Bildungslücke geschlossen 🤓

Ein Grund, warum wir nach Lychen gefahren sind, war auch eine Reservierung im Hotel Lindenhof, ein paar Kilometer vom Ort entfernt. Idyllisch gelegen, ganz einsam auf einer Inselzunge. Die Empfehlung haben wir von Antje bekommen, die in Templin aufgewachsen ist und deren Großeltern das heutige Hotel damals als Ferienheim betrieben.

Auf der Terrasse hatten wir nicht nur einen schönen Blick auf den Wurlsee, sondern auch sehr leckeres Abendessen. Mit Fisch, frisch vom Fischer gefangen oder geangelt oder wie auch immer der das anstellt 😉. Schleie stand daher heute auf der Karte.

Gruß der Küche
Vorspeise
Hauptspeise

Ein gelungener Tagesabschluss.

Auf dem Rückweg nach Prenzlau haben wir dann noch einen kleinen Abstecher zur „Alten Schule“ in den Feldberger Seenlandschaften gemacht. Lag nicht ganz auf dem Weg, aber wir haben im dortigen Sternerestaurant für Sonntag einen Tisch reserviert und wollten auschecken wie weit der Weg von Prenzlau aus ist.

Gegen 21 Uhr trafen wir dann wieder am Bungalow ein. Und dann hieß es ein Bierchen und eine Flasche Wein auf, sowie Teelichter an für einen gemütlichen Abend.

Und nun wirklich zum Schluss noch etwas Spielerei mit dem Licht. Im Bungalow kann man ja jeden Raum in irgendeiner Farbe beleuchten. Frank hat’s heute ausprobiert und etwas rumgespielt. Endstand, das Schlafzimmer ist jetzt orange rot. Naja etwas puffig😉, aber angenehm. Besser als stocke duster oder zu hell.

10. Juli 2024: Sightseeingtour durch Prenzlau

Heute war Ausschlafen angesagt. Schließlich hat Frank bis weit nach Mitternacht mit dem Teleskop in die Sterne geguckt. Sternschnuppen, Andromeda Galaxie, Milchstraße und unendlich viele Sterne waren zu sehen. Kein Wunder, hier ist es auch viel dunkler als bei uns.

Also gab es spät Frühstück. Diesmal drinnen, weil es draußen schon abartig heiß und schwül war. Und so haben wir beim Rauschen des Ventilators drin gefrühstückt.

Mit Rotwurst aus Thüringen und Rehsalami aus dem Harz. 😋

Hinterher hat Frank gleich noch ein Schläfchen eingelegt. War gestern wohl doch etwas spät geworden 😉. Und während Frank schlummerte, klopfte es plötzlich an der Tür. Die Vermieterin machte ihre Aufwartung. Sehr nette, gesprächige Frau vermutlich so Ende 30 vom Alter her. Sie ist verantwortlich für die Inneneinrichtung unseres Bungalows gewesen, ihr Mann für den Lichtschnickschnack 😉 meinte sie. Das war uns auch schon klar, dass nur ein Mann mit Faible für IT dieses Lichtdesign installiert. Sieht schön aus. Ist, aber hin und wieder unpraktisch 😉. Nach dem kurzen Gespräch mit der Vermieterin mussten wir zum Zahnarzt Dr. J. Beimler aufbrechen. Wie der Wetterbericht es vorher gesagt hat, zogen gegen Mittag dunkle Wolken auf. Vollgepackt mit Regen, Wind und Gewitter. Glücklicherweise platterte es auch erst los, als wir schon im Wartezimmer saßen.

Der Zahnarzt war gut gelaunt. Fragte uns, ob wir zelten würden in der Uckermark, denn das wäre gerade keine gute Idee. 😉 ☔️ ⛈️

In nur 10 Minuten wurde meine abgebrochene Ecke 🦷 wieder aufgefüllt und dran rum gezimmert. Fertig und bereit zum kauen 😁.

Den starken Regenguss konnten wir so gut aussitzen und machten uns dann bei leichtem Restregen auf zum Fahrradladen. Gestern hatte ich festgestellt, dass ein Körbchen vorn am Rad total beim Lenken stört und haben es nach wenigen Metern wieder abgebaut. Ohne das Ding war dann das fahren deutlich entspannter. Aber wohin mit Handy und Co? Gestern hab ich dann alles Frank aufgehalst. Aber heute hab ich eine Lösung gefunden.

Eine kleine Tasche für den Lenker. Passt auch mehr als nur das Handy rein,

Anschließend fuhren wir Richtung St. Marienkirche. Sehr imposant anzuschauen mit zwei Türmen, die Häuschen oben drauf haben.

Und Luther darf natürlich auch nicht fehlen 😉
Aufgestockte Türme

Drin war die Kirche recht leer. Im Krieg wurde sie stark zerbombt. Das Dach musste damals komplett erneuert werden. Die Türme sind leider derzeit Baustelle. So konnten wir heute leider keine Turmbesteigung machen. Was vermutlich auch gut war. Denn, obwohl mir heute nach der Radtour gar nicht soviel weh tat wie gedacht, hätte ich wegen meiner leichten Prellung am Fuß keinen Bock auf Treppesteigen gehabt. So wurde die Kirche nur von außen und innen bewundert.

Ein kleines Konzert an der Orgel konnten wie auch noch hören, denn der Organist war gerade bei der Probe für das Donnerstags Rush Hour Konzert um 17 Uhr. War schön anzuhören (Kostprobe gibts im Status zu hören).

Von der Marienkirche spazierten wir weiter in Richtung Dominikanerkloster. Vorbei an unterschiedlichen Baustilen.

Die Klostermauern dienen heute als Museum und Café. Die Ausstellung sahen wir uns dann mit Audioguides in Ruhe an und erfuhren viel über die Stadtgeschichte von Prenzlau.

Kreuzgang
Alte Wandmalereien bei der Restaurierung entdeckt.
Zwei Bürgermeister von Prenzlau wurden 1426 gehängt und zuvor die Hände abgeschlagen.
Komische Fratzen 😉
Klosterkirche

Nach soviel Historie brauchten wir eine kleine Stärkung.

Und weil alle selbstgebackenen Kuchen im Café mit viel Sahne oder Quark waren, ging ich leer aus. Naja fast leer, denn als die Bedienung mitbekam, dass ich Laktose nicht so geil finde, brachte sie mir ein paar kleine Stücken laktosefreien Rhabarberstreuselkuchen vom Vortag. Der nicht mehr zum Verkauf stand, aber ja trotzdem noch sehr lecker war. Sehr freundliche und aufmerksame Menschen hier. Bisher überall wo wir hier waren. Ist leider nicht immer so, man kann ja auch auf mufflige Menschen stoßen.

Im Stadtpark
Roland von Prenzlau

Für den Rückweg hatten wir uns überlegt, noch an einem kleinen Weinhandel (Wein-und Teehaus Gotzmann) Halt zu machen. Und so konnten wir gleich noch unseren Weinvorrat aufstocken. Anschließend ging’s noch zum QRegio Bioladen, um Käse aus der Region und ein paar Knacker fürs Abendessen zu kaufen. Heute stand Kochen auf dem Plan. Nudeln und Pesto hatten wir ohnehin im Bungalow.

Eigentlich hatten wir vorher überlegt, nach dem Stadttag heute gleich wieder in den See zu springen. Schliesslich hatte sich das Thermometer schon wieder auf 27 Grad geschraubt. Direkt nach dem Regen waren es nur noch 20 Grad. Naja, aber der Hunger war dann doch größer als die Lust auf Badespass 😉

Der heute gekaufte Uckerkaas muss ja auch verkostet werden.😋
Wolken zogen auf

Gegen zehn Uhr gab es die erhoffte Abkühlung in Form von Regen. Allerdings war diese nur gering spürbar.😕 Nun war es halt feucht warm und vielleicht zwei Grad kühler. 🌡️

Und noch mehr Abkühlung gibt es natürlich, wenn man sich direkt in den Regen stellt 😉

Esoterischer Regentanz oder was?😉 Schön erfrischend

9. Juli 2024: Auf dem Drahtesel 31 km on Tour

Nachdem die Knusperflocken gestern ein Stück Zahn zersprengt hatten, ging heute früh die Suche nach einem Zahnarzt los. Der erste Zahnarzt hatte keine Termine mehr, aber der zweite dann für morgen Mittag.

Stadteindruck von Prenzlau per Auto
St.Marienkirche

Nachdem der Zahnarzttermin ausgemacht war, wurde erstmal eingekauft, um fürs abendliche Grillen alles parat zu haben.

Der Kühlschrank war also wieder gut gefüllt und dann wurden die Fahrräder gesattelt und los ging’s. Das Ziel Prenzlau und diesmal das Städtchen auschecken.

Immer am See entlang
Zwei Helmträger unterwegs.
Im Stadtpark

Am Ufer entlang hatten wir dann schnell Prenzlau passiert und kamen an einigen schönen Badestellen vorbei, die nur wenig besucht waren.

Zum Beispiel hier am Steg
Da waren wir ganz alleine

Am Campingplatz Sonnenkap machten wir eine kleine Rast.

Bei Radler und Kuchen im klimatisierten Innenraum, draußen war’s zu warm

Motiviert und noch nicht müde vom Radeln schlug ich vor gleich den ganzen See zu umrunden. Es war ja erst gegen 14 Uhr. Also wieder in die Pedale getreten und weiter ging’s.

Vorbei an Wiesen und Feldern
Auch den Mittelpunkt der Uckermark haben wir gefunden 😉
Wobei wir schon zwei mal Rehe vor unserer Nase über den Weg hoppeln gesehen haben.

Dann einen kleinen Zwischenstopp am Holz-Roland in Petzlow und dem Storchennest.

Von hinten und von der Seite.

Weiter Richtung Röpersdorf mit Halt an der Kirche von Seehausen, die geöffnet sein sollte. War sie leider nicht komplett, sondern wir konnten nur durchs verschlossene Gitter einen Blick hinein werfen.

Aber immerhin war es schön kühl dort. 😉🥵

Die letzten Kilometer zogen sich dann für mich wie Kaugummi. Es war nicht mehr weit, aber hin und wieder gab es doch kleine Steigungen, die bei der Hitze und mit meinem Oma Sachsenring Fahrrad ohne funktionierenden 3 Gang in Leistungssport ausarteten 😉. Aber irgendwie war es dann doch zu schaffen.

Nach 31 km haben wir den Bungalow wieder erreicht. Klitschnass und oh Wunder mit Mega Sonnenbrand an Armen und Beinen (trotz Sonnencreme). Nicht zu vergessen mit einer Prellung auf meinen Fuß, von welcher ich nicht weiß, wie die zustande kam. Naja ein bisschen Schwund ist immer 😀.

Alles wieder im Garten eingeparkt.

Und da wir ohnehin eine Abkühlung jetzt brauchten, schmissen wir uns in Badesachen und gingen die paar Meter runter zum See. Wir waren zwar nicht ganz alleine, aber irgendwie doch. Hier kommt man quasi im Bademantel oder ins Handtuch gewickelt zur Badestelle, hüpft rein, macht ein paar Züge und wieder raus. Schöne Abkühlung bei 22 Grad Wassertemperatur.

Beweis Nr.1
Beweis Nr.2

Verständlicher Weise macht Radfahren und schwimmen hungrig. Die Lösung lag auf der Hand, der Grill wurde angeschmissen. 🥩🍷

Vorspeise, natürlich darf Ketchup nicht fehlen😋
Hauptgang, das Lamm sieht man nicht. War eh unter Ketchup versteckt😉
Zum Schluss noch Vitamine 😉
Das war die Runde, wie im Prospekt.
Einmal Bungalow durchlüften und Teleskop aufbauen.

8. Juli 2024: Ausspannen in der Uckermark

Am heutigen Vormittag musste ich noch ein paar Termine in Halle erledigen. Währenddessen konnte sich Frank schon mal mit den Beladen des Autos befassen. Schließlich mussten ja auch noch die Räder aufgesattelt werden. Gegen Mittag waren wir dann abfahrbereit.

Nach ca. 3,5h Fahrzeit erreichten wir kurz vor 16:00 Uhr den Bungalow in Röpersdorf. Am Bungalow in der Bungalowsiedlung am See steckte der Schlüssel schon für uns.

Angekommen
So beschaulich und ruhig, dass sich vermutlich keiner hierher verirrt.

Der Bungalow ist so, wie im Internet beschrieben. Modern eingerichtet, mit Smart Home, Licht nach Stimmung und lauter Schnickschnack, einem schönen Gärtchen mit Terrasse und ganz wichtig, einem Weber Grill 😉

Küche und Wohnbereich
Der Tisch war schon eingedeckt und eine Flasche Apfelsaft stand auch schon parat.
Das Bad mit großer Dusche. Heute mal in blau😉
Garten
Sitzecke
Schlafzimmer

Nachdem die Koffer ausgepackt und der Rest verräumt war, musste die Gegend ausgecheckt werden. Zuerst wurde die Badestelle für morgen früh begutachtet. Sehr idyllisch…21 Grad.

Mal sehen, ob wir uns morgen früh trauen.
Nächste Badestelle
Dorfkirche von Röpersdorf
Kirchentür war zu
Dazu gibt es auch eine Sage vom Bauern und der Äbtissin

Nach dem kleinen Spaziergang kehrten wir im einzigen Restaurant „Schilfland“ des Ortes ein.

Aperol geht immer
Vorneweg
Rustikales und endlich mit Ketchup 😉

Nach einigen Bieren und Aperols landeten wir wieder im Ferienhaus. Und dann hieß es: draußen sitzen und die Ruhe genießen. Nur das Vogelgezwitscher und wir 😉. Naja und in der weiten Ferne ein paar Autos.

Wir haben uns natürlich voll mit Mückenzeug eingedeckt. Weil Urlaub am See ja nach Mückenstichen schreit. Aber bis jetzt noch kein Summen oder Stechen. 🦟

Sagte ich es summt nicht? Gegen 22:00 Uhr dann doch. 🦟🦟🦟 Dennoch deutlich weniger als vor zwei Wochen im Ammendorfer Weg😉.

Aber so können wir endlich mal das Therma Cell ausprobieren.

Übrigens das Ding funktioniert wirklich. Die paar Mücken haben sich verkrümelt und auch die Fledermäuse finden heute kleine bei uns nix zum Abendbrot.😉

Ach und für morgen gibt’s auch gleich einen ungeplanten Programmpunkt, 😔 Habe mir beim Naschen von Knusperflocken ne Ecke von Zahn abgebrochen. So ein Mist und das am ersten Tag. Na mal sehen, ob ein Zahnarzt gnädig ist und mich dran nimmt.

Abend im Bad 😉
Und im Essbereich, Licht was schon für abends so eingestellt 😉