Der heutige Tag begann mit leichtem Regen, leichtem Gewitter und Wolken verhangenem Himmel.
Der Wetterbericht hatte eigentlich bis 14:00 Uhr immer mal wieder Regenschauer und Gewitter angesagt, weshalb wir uns für einen Ausflug zum Schloss Paretz entschieden. Nach ca.40 Minuten Fahrt erreichten wir gegen13 Uhr das von außen eher unscheinbare Schloss.

Dieses Schloss war einer der Sommerresidenzen von König Friedrich Wilhelm III und seiner Frau Luise.

Das Besondere bei diesem Paar war, dass es zum einen eine Liebesheirat war, angeblich der König monogam mit seiner Frau lebte und sie beide sehr modern waren und das Schloss nicht so pompös eingerichtet hatten. Der Ort Paretz wurde zum Musterdorf, wo eine Kirche im neugotischen Stil angelegt wurde, für die Bauern des Ortes extra Häuser erbaut wurden, die auch erschwinglich waren. Im Gegenzug mussten die Bauern im Sommer dem Personal des Königspaares Unterkunft bieten. Denn diese ca. 200 Bediensteten lebten in dieser Zeit nicht mit im Schloss, sondern im Dorf.

Die Königsfamilie musste 1805, nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon flüchten und kehrte erst 1810 wieder zurück. Wobei das Schloss nicht mehr häufig genutzt wurde, da die Königin in diesem Jahr im Alter von 34 Jahren verstarb. Der König selber muss das ziemlich mitgenommen haben, denn erst 14 Jahre später suchte er sich eine neue Frau. Das Schloss wurde nur noch selten als Sommerhaus genutzt, blieb aber in Besitz der Familie. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Lazarett von der Sowjetarmee genutzt. Dabei verschwand so einiges an historischem Inventar. In der DDR wurde das Gebäude dann runter gewirtschaftet und als Fachhochschule für Landwirtschaft und Viehzucht genutzt. Später musste das Schloss noch als Sitz des Veterinäramt herhalten. Wurde in dieser Zeit stark nach DDR Standards umgebaut. Von außen und innen war es kaum noch als Schloss zu erkennen, sodass eine große Sanierung ab 1999 stattgefand. Ein Finanzier war Frau Cornelsen vom Cornelsen Verlag, die zum Erhalt der seltenen Papiertapete beitrug. Und diese sind jetzt wirklich schön anzusehen.














Eine Kirche mit extra Eingang für das Königspaar, inklusive Loge mit besten Sicht auf die Kanzel gab es natürlich auch.
Fast hätte ich es vergessen. Es gab ja auch noch eine kleine, Kutschenausstellung in der Remise Schlosses.




Nach der Schloss Besichtigung fuhren wir wieder zurück, aber diesmal über Ketzin mit der Fähre auf die andere Havelseite und dann weiter Richtung Glindow. Ziel war die Glina Distillerie samt Hofladen.


Natürlich wurden wir fündig. Kauften Whisky für Frank und ein Bratbirnen Likör für mich. Weiter ging’s zum Supermarkt noch Grillzeug einkaufen, denn heute war Frank mal mit essen kochen dran. 😉


Den Abend ließen wir auf der oberen Terrasse ausklingen.

















































































































































































