Dienstag 14. Juli 2026: Ein Schlosstag

Der heutige Tag begann mit leichtem Regen, leichtem Gewitter und Wolken verhangenem Himmel.

Der Wetterbericht hatte eigentlich bis 14:00 Uhr immer mal wieder Regenschauer und Gewitter angesagt, weshalb wir uns für einen Ausflug zum Schloss Paretz entschieden. Nach ca.40 Minuten Fahrt erreichten wir gegen13 Uhr das von außen eher unscheinbare Schloss.

Dieses Schloss war einer der Sommerresidenzen von König Friedrich Wilhelm III und seiner Frau Luise.

Das Besondere bei diesem Paar war, dass es zum einen eine Liebesheirat war, angeblich der König monogam mit seiner Frau lebte und sie beide sehr modern waren und das Schloss nicht so pompös eingerichtet hatten. Der Ort Paretz wurde zum Musterdorf, wo eine Kirche im neugotischen Stil angelegt wurde, für die Bauern des Ortes extra Häuser erbaut wurden, die auch erschwinglich waren. Im Gegenzug mussten die Bauern im Sommer dem Personal des Königspaares Unterkunft bieten. Denn diese ca. 200 Bediensteten lebten in dieser Zeit nicht mit im Schloss, sondern im Dorf.

Mit Kindern auf einem Gemälde im Schloss.

Die Königsfamilie musste 1805, nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon flüchten und kehrte erst 1810 wieder zurück. Wobei das Schloss nicht mehr häufig genutzt wurde, da die Königin in diesem Jahr im Alter von 34 Jahren verstarb. Der König selber muss das ziemlich mitgenommen haben, denn erst 14 Jahre später suchte er sich eine neue Frau. Das Schloss wurde nur noch selten als Sommerhaus genutzt, blieb aber in Besitz der Familie. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Lazarett von der Sowjetarmee genutzt. Dabei verschwand so einiges an historischem Inventar. In der DDR wurde das Gebäude dann runter gewirtschaftet und als Fachhochschule für Landwirtschaft und Viehzucht genutzt. Später musste das Schloss noch als Sitz des Veterinäramt herhalten. Wurde in dieser Zeit stark nach DDR Standards umgebaut. Von außen und innen war es kaum noch als Schloss zu erkennen, sodass eine große Sanierung ab 1999 stattgefand. Ein Finanzier war Frau Cornelsen vom Cornelsen Verlag, die zum Erhalt der seltenen Papiertapete beitrug. Und diese sind jetzt wirklich schön anzusehen.

Bordüre mit Weinranken in aufwändigen mehrfachen Stempeldruck. Alles per Hand hergestellt.
Selfie
Mit Inhalt gefüllt 😉
Tür an Tür
Sieht fast aus wie Stoff, ist aber Papier.
Bei Sonnenschein am Nachmittag.
Von hinten unscheinbar.

Eine Kirche mit extra Eingang für das Königspaar, inklusive Loge mit besten Sicht auf die Kanzel gab es natürlich auch.

Fast hätte ich es vergessen. Es gab ja auch noch eine kleine, Kutschenausstellung in der Remise Schlosses.

Franks neuer Wagen

Nach der Schloss Besichtigung fuhren wir wieder zurück, aber diesmal über Ketzin mit der Fähre auf die andere Havelseite und dann weiter Richtung Glindow. Ziel war die Glina Distillerie samt Hofladen.

Natürlich wurden wir fündig. Kauften Whisky für Frank und ein Bratbirnen Likör für mich. Weiter ging’s zum Supermarkt noch Grillzeug einkaufen, denn heute war Frank mal mit essen kochen dran. 😉

Bratwurst für mich und FetaPäckchen. Frank hatte sich ein Entrecôte gegönnt.

Den Abend ließen wir auf der oberen Terrasse ausklingen.

Heute hat nur ein Boot geankert.

Montag 13. Juli 2026: Inselrundgang

Der Tag begann genau wie gestern, bei bestem Wetter. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass wir heute ein zottligen grimmig schauenden Gast hatten.

Grumpy cat

Heute standen wir tatsächlich auch etwas eher auf, weil wir nicht in der Mittagssonne durch die Altstadt von Werder spazieren wollten. Was wir aber am Ende doch taten😉. In Werder ist das Parken 2 Stunden frei (auf dem großen Parkplatz vor der Insel). Wir fanden aber direkt auf der Insel einen Parkplatz, auf dem wir unbegrenzt parken konnten und Zeit für einen Inselrundgang hatten.

Zuerst steuerten wir die Bockwindmühle an, die tatsächlich auch noch bei besonderen Anlässen in Betrieb ist.

Auch mal gut zu wissen.
Kein Burgfräulein, sondern die schöne Müllerin.😉
Nächstes Ziel unseres Rundganges war die Heiliggeist Kirche. Dazu liefen wir einen kleinen Umweg am Ufer entlang.
Kirche erreicht

Nachdem wir die Kirche besichtigt hatten, brauchten wir dringend etwas zu trinken und ein schattiges Plätzchen. Da kam uns ein Imbiss an Bootsanleger genau richtig.

Bei der Hitze gerade richtig.

Am Wegesrand lag ein Baum in Schieflage vor uns. Ebenfalls ein kleines Wahrzeichen, der schon 200 Jahre an dieser Stelle wächst und irgendwie den Wuchs nicht nach oben, sondern zur Seite hat.

Fensterläden gucken

Obwohl gerade Ferien sind, waren kaum Touristen im Ort. Gut für uns 😉. So schlenderten wir quasi alleine bis zur Nordspitze der Insel, wo sich eine Kleingartenanlage befindet. Jeder Garten voll gepflanzt mit Obstbäumen, Blumen und Gemüse. Und schön anzusehen und zu riechen.

Bevor wir dann den Heimweg antraten, entdeckten wir noch einen Laden für Surf- und Anglerbedarf. Und zu unserem Glück war da gerade Räumungsverkauf. Also kauften wir uns zwei Rettungswesten für das Kajak und ein paar Outdoorklamotten.

Meine Weste

Nach dem Tag knurrt uns der Magen. Gut, dass wir gestern im kleinen Seerestaurant in Glindow einen Tisch reserviert hatten. Es gab einfache Küche (Schnitzel auf Brot/ Rumpsteak und Bratkartoffel), dazu einen herrlichen Blick auf den Glindower See.

Gänse im Flug beobachten beim Abendessen

Zum Restaurant fuhren wir mit dem Auto, da wir noch eine kleine Kajak Tour im Anschluss vor hatten.

Bert ist bereit
Wir auch
Hinein Richtung Sonnenuntergang
Ein Reiher in Reichweite samt Enten.
Ob er sich schon mal eine Yacht ausguckt 😉?
Kaum zu erkennen, aber er war da. Otter oder Biber?

Nach circa 1 Stunde kehrten wir wieder an unserer Einstiegsstelle zurück und schleppten das Boot wieder zum Haus.

Am heutigen Tag sind wir am Ende nicht viel gelaufen und nicht viel Boot gefahren, aber immerhin kamen 12 km zusammen.

Sonntag 12. Juli 2026: Entspanntes Radeln

Da der gestrige Abend etwas lang ging, war heute Ausschlafen angesagt. Bei schönstem Wetter, Sonnenschein, einer leichten Brise auf dem See konnten wir gegen Mittag unser Frühstück draußen genießen.

Fundstück im Garten

Es ist Urlaub und deshalb entschieden wir uns nach dem Frühstück für eine kleine Siesta. Gegen 15:00 Uhr sattelten wir dann unsere Fahrräder, um eine kleine Runde um den Glindow See zu fahren. Dies sollte quasi meine erste größere Runde mit meinem neuen Fahrrad werden. Am Ende waren es auch nur ca.15 km. Aber immerhin für den späten Start eine schöne Tour.

Safety first 😉

Bevor wir den See umrunden wollten, machten wir einen kleinen Abstecher zum Wachtelberg, was der hiesige Weinberg ist. Dort gibt es eine Straußenwirtschaft, die „weintiene“, wo wir uns ein kleines Gläschen Müller Torgau (Wein des Jahres dort) gönnten und natürlich eine große Flasche Wasser dazu. Den Aussichtsturm auf dem Weinberg ließen wir uns auch nicht entgehen. Denn von dort oben hat man einen schönen Blick auf den See und den Weinberg.

Der Ausblick
Der Draufblick
Viel Wein

Gegen 16 Uhr ging es dann weiter Richtung Glindow, Ortskern und der Glindower Kirche.

Interessanter Grabstein mit fast echter Brille
Schöner Wohnen für Hartgesottene

Weiter ging die Tour hinter der Kirche entlang, vorbei am kleinen Seerestaurant, wo wir einen kurzen Stopp erlegten, um die Aussicht zu genießen und uns für morgen einen Tisch zu reservierten.

Auf der Hälfte der Strecke quasi gegenüber von unserem Bungalow.
Fix und fertig bei der Hitze.

Den Schlosspark von Petzow streiften wir noch kurz, um schnell wieder Richtung Bungalow zu fahren, damit wir uns noch schnell im See abkühlen konnten.

Nur ein paar Schritte von Bungalow entfernt ist eine kleine Badestelle.

Anschließend konnte Frank den Grill anschmeißen und Fleisch, Pilze mit Feta gefüllt und Brot grillen. Dazu noch einige Sorten Werder Ketchup. Wie sitzen hier quasi an der Quelle😀.

Franks Favorit: Bierketchup
Eine kleine Auswahl

An dieser Stelle möchte ich auf meine Quizfrage am Ende des Blogs hinweisen, wo dem Gewinner eine Flasche Werder Ketchup meiner Wahl in Aussicht gestellt wird. Die Antwort kann mir dann per WhatsApp geschickt werden und der erste gewinnt. 😀

Angriff vom Waldbock 😉

Und zum Schluss noch ein Gläschen Wein auf der Terrasse.

11. Juli 2026: Werder wir kommen

Diesmal geht’s an die Havel. Das Auto vollgepackt mit allem was man für ein Ferienhaus benötigt und dazu noch unsere Fahrräder und „Bert“.

Bert kommt mit…

Da die Fahrt nach Werder nur 1,5h betrug, konnten wir lange ausschlafen und in Ruhe das Auto packen.Was diesmal etwas länger dauerte, wegen Kajak, Fahrrädern und unserem Gepäck. So gegen 13:30 Uhr brachen wir in Richtung Werder auf. Pünktlich gegen 15:20 Uhr erreichten wir das Haus am Glindower See, wo uns schon die Eigentümer erwarteten. Ein wirklich hübscher zwei Etagenbungalow am Hang mit Blick auf den See.

Hier lässt es sich aushalten. Nachdem alle Sachen ausgepackt und verteilt wurden, fuhren wir zum Supermarkt Grillzeug für morgen kaufen und was man sonst noch so braucht. Als das erledigt war, spazierten wir ca. 3km in Richtung Stadtzentrum, um noch irgendwas zum Abend zu essen. Im Colonial Café fanden wir Platz. Dort gab’s eine große Leinwand, die das gestrige Spiel von Spanien gegen Belgien zeigte. Was eigentlich ein bisschen doof ist, wenn man den Spielstand schon kennt. Am Ende ging’s uns ja nicht um Fußballgucken, sondern ums Abendbrot essen. 😉

Cheeseburger und Aperol😋

Da die Strecke bis hin zum Ortskern circa 3 km Betrug und 3 km wieder zurück angesagt waren hatten wir uns den Bürger auch verdient. Gegen 22:00 Uhr erreichten wir dann wieder unsere Unterkunft und wurden von Froschgequake, Gänsegeschrei und Zirpen der Grillen empfangen.

Und obwohl wir am See sind, schien es mit Mücken noch erträglich zu sein. Zumindest müssten wir noch kein Mückengas anschalten.

Mit einem Glas Wein auf der oberen Terrasse ließen wir den Abend ausklingen.v

Ja, später der Abend, desto mehr Sterne zeigten sich am Himmel 

16. Mai 2026: Abreisetag

Heute verließen wir 10 Uhr das Haus im Stenrev 6, Saltum. Bei Tina waren wir zum Frühstück eingeladen. Konnten so in Ruhe unsere Sachen zusammenpacken, mussten uns keine Gedanken uns frühstücken machen und sind dann einfach mit Sack und Pack rüber zu Tina. Ein letztes gemeinsames Frühstück, denn so schnell werden wir uns alle vermutlich nicht sehen. Netti und Carsten holen noch eine Woche Saltum in Schwenkes Ferienhaus dran. Für uns war aber gegen 11:30 Uhr Abfahrt angesagt. Einen kleinen Halt machten wir noch am Supermarkt, um ein paar dänische Produkte einzukaufen. Punkt 12 Uhr ging’s dann in Richtung Autobahn.

Vorbei an unzähligen Rapsfeldern, die bei dem dunklen Himmel besonderes gut zur Geltung kamen. Der erste Ladestopp wurde relativ schnell erledigt, denn wir hatten seit der Ankunft in Saltum nicht mehr geladen. Aber hier in Dänemark gibt es an jeder Raststätte ausreichend Ladestationen. Und der Preis heute, 0,49€/ Kilowatt.

Das Wetter auf der Fahrt war durchwachsen. Sonne, Wolken, Regen, 8 Grad. Eher April- statt Maiwetter.

Gegen 17:15 erreichten wir Eckernförde. Hotel Seelust ist für heute unser Domizil.

Geräumiges Zimmer
Ausblick auf die Bucht

Nach der Ankunft im Hotel „Seelust“ ging’s direkt am Strand entlang zum Ortskern. Im Brauhaus hatte ich einen Tisch reserviert, damit der Fahrer heute noch ein nordisches Bierchen zischen konnte😉. Nach dem vielen Regen auf der Fahrt, begrüßte uns Eckernförde mit Sonnenschein. Als wir uns dann auf in Richtung Hafen machten, begrüßte uns ein Regenbogen direkt über der Bucht.

Da wir noch Zeit hatten bis zur Reservierung im Brauhaus „Land in Sicht“ spazierten wir am Strand zum Hafen. Ein kleiner aber feiner Strand mit Blick auf Marine Schiffe in der Bucht und etlichen Masten von Yachten und Segelschiffen.

Von Eckernförde hatten wir nix erwartet, lediglich einen Platz zum Zwischenstopp. Aber waren dann doch angenehm überrascht. Nicht überlaufen, etliche Kneipen und einige Hotels in Strandnähe. Im Brauhaus hatte ich einen Tisch reserviert, was auch gut war, denn es war rappelvoll. Hier wird Bier vor Ort gebraut. Wir hatten das Glück direkt vor den Brauraum zu sitzen, hatten aber trotzdem auch Blick auf die Bucht.

Leider stellte sich heraus, dass das Bier auch das einzige war, was lecker war. Das Essen nicht der Rede wert. Schnitzel aus der Fritteuse und Flammkuchen nur am Rand knusprig. Naja wir hatten Hunger, deshalb haben wir dann auch aufgegessen. Und hinterher ein Bierchen und Aperol da ging’s dann auch.

15. Mai 2026: Skagen

Heute ging es nach Skagen, den nördlichsten Ort auf dem dänischen Festland. Nach fast anderthalb Stunden Fahrt erreichten wir bei Sonnenschein, 13 Grad und einem mächtigem Wind den Ort. Zuerst ging es ins Skagen Museum, um die Bilder der Skagenmaler anzuschauen.

Vorm Museum die zwei bedeutensten Maler der Künstlerkolonie.
Andächtiges Gucken

Besonders bekannt sind die Maler für ihre Bilder, die sie Freiluft gemalt haben und den besonderen Lichteinfall so auf den Bildern eingefangen haben.

Nach dem Museumsbesuch knurrte der Magen. Deshalb spazierten wir Richtung Hafen, wo die ganzen Kneipen zu finden sind.

Wie die Maler der Sommerfrische 😉
Der Hafen liegt an der Ostseeseite.

Wie schon 2023 als wir zur Weihnachtszeit in Skagen waren, kehrten wir wieder ins Fiskerestaurant ein. Das besondere hier, der Boden im Innenraum des Restaurants ist mit feinstem Strandsand ausgelegt.

Warten aufs Essen
Lecker Muscheln 😋

Um nochmal ein bisschen was vom Wasser zu sehen, fuhren wir noch nach Gamle Skagen. Dem älteren Teil der Stadt direkt an der Nordseeküste.

Perfekter Blick auf die Nordsee

Auf dem Rückweg nach Saltum zog es sich zusammen und regnete. Die Straßen sahen aber auch so aus, als ob es schon den ganzen Tag geregnet hätte. Skagen war vermutlich heute eine gute Wahl, was das Wetter betrifft. So ging unser letzter Tag in in Dänemark zu Ende. Im Ferienhaus angekommen hieß es dann Koffer packen und nochmal den Kamin anschmeißen.

14.Mai 2026: grau in blau

Der Tag startet heute mit Regen. War auch angesagt. Nach dem Frühstück war der Plan, nach Skagen zu fahren. Da es mir aber nach dem Frühstück magentechnisch nicht so gut ging, wurde der Plan geändert. Die Truppe fuhr nach Løkken zum shoppen und Lebensmittel einkaufen und ich konnte mich ausruhen.

Gegen 18 Uhr wagten Frank und ich nochmal den Weg zum Strand. Für mich wieder Fahrpraxis mit Franks Auto und wenigstens einmal frische Luft schnappen. Wir passten eine Regenlücke ab.

Ein paar Minuten konnten wir einen Ministrandspaziergang machen, dann zog es sich immer mehr zu.

Heute zum Männertag merkt man auch in Dänemark, dass Feiertag ist. Die Ferienhäuser ringsum füllten sich und auch der Strand war bei dem Wetter nicht leer.

Zur Feier des Tages stand zum Abendessen Grillen auf dem Programm. Zum Glück haben Schwenkes eine überdachte Terrasse, sodass wir bei dem Wetter überhaupt grillen konnten.

Ein glücklicher Mann

Gegessen wurde aber drinnen, denn bei nur 7 Grad (die sich auch viel kühler anfühlen) will keiner draußen sitzen.

Chillen oder Fresskoma?

Frank, Carsten und ich machten nach dem großen Fressen erstmal Siesta, während der Rest zum Strand den Sonnenuntergang angucken wollte. Den gab’s allerdings nicht, denn zu viele Wolken versperrten die Sicht.

13.Mai 2026: Zum Bunkermuseum nach Hanstholm

Heute wurde es geschichtlich. Eine Stunde Fahrt nach Hanstholm, vorbei an etlichen Rapsfeldern und plattem Land bis wir das Museum erreichten.

Schon am Eingang war klar, worum es hier geht.

Frank, Carsten, Netti

Aber nicht nur Kriegsgeschichte war Thema, sondern unten im Bunker auch noch die Olsenbande. Denn hier wurden Szenen für eine Folge gedreht. Ein paar Requisiten konnten man dazu bestaunen.

Anschließend fuhren wir noch zum Leuchtturm des Ortes.

Leuchtturm von Hanstholm
Ausblick

Landschaftlich für mich irgendwie ganz schön deprimierend. Sah alles trüb und trostlos aus.

Ebenso auch der Hafen. Trostlos mit vielen alten kaputten Schiffen. Aber man muss dazu sagen, dass wir auch nur einen kleinen Ausschnitt vom Hafen gesehen haben.

Gegen Nachmittag kehrten wir dann am Hafen in eine der empfohlen Fischkneipen „Det gamle Rogeri“ ein. Fisch oder loaded Pommes? Eigentlich hatte ich um diese Uhrzeit noch keinen Hunger, aber in Gesellschaft ist man dann doch irgendwie im Zugzwang. Lecker war’s, keine Frage. War letztendlich viel zu viel. Aber man konnte sich ja den Rest mitnehmen. Und so hatten ich zum Abendessen eine gute Portion übrig.

Auf dem Rückweg nach Saltum hielten wir noch kurz an einem Rastplatz an, der bei Vogelkundler scheinbar sehr beliebt ist. Mit überdachtem Ausguck und Klo, perfekt für langes Vögel beobachten.

Rauchschwalben

Gegen 18 Uhr erreichten wir wieder Saltum. Machten erst Stop bei Tina und fuhren dann nochmal zum Supermarkt. Und wohlgemerkt, ich bin gefahren. Das erste Mal mit Franks Auto. Ist schon gewöhnungsbedürftig, mit so einem langen Schiff zu fahren. Aber bis zum Strand hab ich’s dann auch noch hinbekommen. Wobei direkt auf den Strand dann Frank übernommen hat. War aber auch so gut wie kein Verkehr. Und am Strand erwartete uns dann der Sonnenuntergang. Naja zumindest der Anfang. Denn hier geht’s erst gegen 22 Uhr los und so lange wollte wir nicht warten. Am Strand trafen wir dann auch auf unsere Freunde.

Frank, Netti, Tina, KaMü und ich

Den Abend verbrachten wir dann gemeinsam bei uns im Ferienhaus,

12.Mai 2026: Ikea on the Beach😉

Heute war Ausschlafen angesagt. Gefolgt von einem üppigen Frühstück, zu dem uns KaMü besuchte.

Tisch habe ich schon mal gedeckt.

Nach dem Frühstück fuhr uns Maler Carsten zum Strand von Saltum. Von dort aus spazierten wir dann direkt am Strand entlang in Richtung Blokhus. Das alles bei bestem Wetter, blauem Himmel, Sonnenschein, Wölkchen 7 und einer leichten Brise. Allerdings war man mit Wintermantel auch nicht falsch angezogen. Vermutlich waren es nur 12 Grad Außentemperatur, was man bei der Sonne gerne überschätzt, zumal ein leichter Wind an der Nordseeküste wehte.

Netti, Frank und ich

Frank war wieder in seinem Element und auf Hühnergötterjagd.

Da wollen wir hin
Kein Hühnergott, aber was mit Loch😉
Mit winzigem Loch
Immer Kopf nach unten 😉
Ganz schön viele Autos am Strand unterwegs

Nach dem Spaziergang brauchten wir was zu trinken. Naja und wenn man in Dänemark ist, darf ein Hotdog mit Zwiebeln und sauren Gurken nicht fehlen. Das ganze noch direkt am Strand…quasi „Ikea on the Beach“, wie mein Cousin meinte 😜.

In Blokhus holte uns dann Maler Carsten mit dem Auto wieder ab. Noch schnell am Fischverkauf ranfahren war die Devise, während Netti und ich im Kerzenladen versackten.😉

Zurück im Haus war dann erstmal Siesta angesagt. Sprich, sich auf die Terrasse in die Sonne setzen und die nackten blaßen Beine brutzeln. In der Sonne gut auszuhalten. Aber wenn sie weg war wurde es doch kühl. Egal schön Zeit fürs Lesen, Powernaping oder Vogelgezwitscher lauschen.

Der Abend war dann schneller ran als gedacht und so wurde der Tisch wieder gedeckt, um Fisch zu schmausen.

Für mich hab’s zum ersten Mal Aal. Naja kann man machen, muss man aber nicht.😉 Der Lachs und die Salate waren mein Favorit.

Da es Abend bewölkt war, war mit Sonnenuntergang nicht zu rechnen. Stattdessen entschieden wir uns dann für Rummycup und Skip Bo. Da hatte ich aber eher schlechte Karten. Nicht einmal gewonnen 😉.

So hätte es aussehen können.

Sehen wir jeden Tag als Duschpanel im Bad.

11. Mai 2026: noch weiter gen Norden

Nachbarferienhaus

Die Feierlichkeiten waren vorbei und so hieß es heute für uns, Ferienhaus Nr.1 früh verlassen und weiter gen Norden zu fahren. Bei Sonnenschein, Wölkchen und 8 Grad ging es gegen zehn Uhr los. Schnell wurden noch die Pfandflaschen im Superbrugsen weggebracht und in der Zeit schon mal das Autoladen in Dänemark ausprobieren.

Auf dänischen Autobahnen wimmelt es nur so vor Elektroautos. Aber kein Wunder, denn 60% der Neuzulassungen sind Elektro. Sagte zumindest der dänische Nachbar gestern. Auch kein Wunder, denn hier entfällt bei Elektroautos die Luxussteuer, die es sonst auf Autos gibt. Und Autos eher kaum bezahlbar sind.

So muss es sein.

Unsere Laderast machten wir, so wie das Auto es uns vorgeschlagen hatte (mit 14 % Reststrom), an einer Raststätte mit Schnelllader auf der Hälfte unserer Strecke nach Saltum. Und nicht nur Elektroautos sind in Dänemark günstig, sondern auch das Laden. Haben für 0,55€ die Kilowatt geladen. Die hellen Säulen im Hintergrund wären sogar noch günstiger gewesen mit 0,48€. Warum geht das nicht in Deutschland?

Gegen 14 Uhr erreichten wir das Ferienhaus. Netti und Carsten waren schon da. Hatten vorher KaMü samt Hund am eigenen Haus abgesetzt.

Ferienhaus um die Ecke von Schwenke‘s Haus
Hyggelig

Die erste Amtshandlung nach dem Ausräumen der Koffer war Einkaufen und Kühlschrank füllen. Anschließend fuhren wir mit dem Auto zum Strand. Besser gesagt auf den Strand.

Nettis Auto am Horizont
Ganz schön windig bei vermutlich 12 Grad. Morgen wird der Wintermantel wieder angezogen.
Netti mit Schwenke’s Hund „Schnüffel“
KaMü und Frank
Auch mit dunklen Wolken auf der anderen Seite schön anzusehen.

Nach dem kleinen Strandspaziergang knurrte der Magen und so fuhren wieder zum Haus. Buletten machen war angesagt. 😋 Dazu noch Kartoffeln, Möhren und Couscoussalat von der Party gestern.